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Prozess

13'000 Birmenstorfer Forellen tot: Fischzüchter hofft auf Entschädigung

10. Juni 2021, 07:06 Uhr
Roman Hufschmid erhofft sich am Donnerstag ein wenig Gerechtigkeit. Vor sechs Jahren verendeten 13'000 Forellen des Fischzüchters aus Birmenstorf. Schuld waren Betonteilchen, die von einer Strassensanierung in die Zuchtbecken fielen. Drei Mitarbeiter der Baufirma müssen sich deshalb vor Gericht verantworten.
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Quelle: TeleM1

Der Schaden für die Fischzucht Forellenquelle in Birmenstorf war immens. Die Anlage musste gesäubert, fünf Tonnen Forellen entsorgt werden. Die Schuld sieht Fischzüchter Roman Hufschmid bei einer Strassenbaufirma. Sie hatte vor sechs Jahren die Autobahn saniert, die über die Anlage führt. Dabei fielen bleihaltige Betonteilchen, die von den Fischen gefressen wurden, in die Becken. Das bedeutete für die Forellen den Tod.

Am Donnerstag startet nun der Prozess gegen drei Angestellte der betroffenen Strassenbaufirma vor dem Bezirksgericht Baden. Sie werden beschuldigt, die Sorgfaltspflicht verletzt zu haben, da das Baugerüst nicht abgedichtet war. Das hatte zur Folge, dass die Betonteilchen in die Fischbecken geraten konnten. Hufschmid hofft nun, dass er vor Gericht Recht bekommt. Von den Beschuldigten fordert er eine Entschädigung in der Höhe von rund vier Millionen Franken. «Ich bin vom Unternehmen sehr enttäuscht», sagt er zu Tele M1. Die Anwälte der Beschuldigten wollten sich im Vorfeld des Prozesses nicht äussern.

(vro)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 10. Juni 2021 06:54
aktualisiert: 10. Juni 2021 07:06