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Aarau

Zunahme von Lärmbussen, dafür wurden weniger Litteringsünder zur Kasse gebeten

13. September 2021, 16:56 Uhr
In der Aarauer Altstadt wurden in den letzten Jahren mehrere Betriebe neu eröffnet. Das zeigt sich auch beim Lärmpegel: An schönen Samstagabenden dürften sich nicht selten 2000 bis 3000 Ausgangswillige in den Gassen der Altstadt aufhalten. Die Polizei reagiert mit Lärmbussen.
In der Aarauer Altstadt kommt es besonders am Abend an den Wochenenden vermehrt zu Lärm und Littering.
© KEYSTONE/Gaetan Bally

Diese Ansammlungen in der Aarauer Altstadt könnten zu negativen Auswirkungen auf die Ruhebedürfnisse und das Wohlbefinden der Anwohnerinnen und Anwohner führen, heisst es in der Beantwortung des Aarauer Stadtrats auf eine Anfrage von Urs Winzenreid (SVP) betreffend Littering und Lärmproblemen.

Neben der Altstadt sieht der Stadtrat aber auch beim Bahnhof, dem Haus zum Schlossgarten oder dem Aareufer Lärmhotspots, welche «eine erhöhte Aufmerksamkeit benötigen». Der Stadtrat könne die Unzufriedenheit und Sorgen der betroffenen Bevölkerung deshalb nachvollziehen, heisst es in der Antwort weiter. Diese Vorkommnisse nehme er schon seit Jahren auch nicht einfach hin.

Massnahmen verschärft

Die Stadtregierung sei laufend dran, in Zusammenarbeit mit der Verwaltung die Lage zu beurteilen, Schwerpunkte zu setzen und Massnahmen zur weiteren Verbesserung festzulegen sowie umzusetzen. Dazu gehören beispielsweise vermehrte Littering-Kontrollen, Bussen bei Lärmimmissionen im öffentlichen Raum sowie eine Erhöhung der Fusspatrouillen der Stadtpolizei durch die Innenstadt.

Lärmbussen haben sich mehr als verdoppelt

Wie konsequent die Polizei Bussen verteilt, zeigt sich in der Statistik der Stadt Aarau. Während Litteringbussen zwischen 2019 (196) und 2020 (109) abnahmen, schossen Lärmbussen in die Höhe: Im Jahr 2019 belegte die Polizei 21 Personen mit einer Lärmbusse in der Höhe von 100 Franken. 2020 waren es bereits 54, also mehr als doppelt so viele. Wieso die Littering-Bussen in den letzten beiden Jahren rückläufig waren, dazu nimmt der Aarauer Stadtrat in seiner Beantwortung keine Stellung. Er sei jedoch bestrebt, «mit den vorhandenen Ressourcen eine möglichst optimale Wirkung zu erzielen». So seien bereits auch Schritte in die Wege geleitet worden, um eine flächendeckende Videoüberwachung bei den Schulhäusern einzuführen – «um die Verursacher von Vandalismus, Littering etc. zu identifizieren».

(ova)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 13. September 2021 17:06
aktualisiert: 13. September 2021 16:56