Zunahme

Im Aarauer Kantonsspital steigt die Zahl der Frühgeburten

5. Januar 2023, 19:05 Uhr
2022 gab es mit insgesamt 2086 Geburten im Kantonsspital knapp 13% weniger als noch im Vorjahr. Gestiegen hingegen ist die Zahl der Früh- und Risikogeburten. Tele M1 hat nach dem Grund gefragt und mit einer betroffenen Mutter gesprochen.

Quelle: Tele M1

Anzeige

Der kleine Leon hatte keinen einfachen Start ins Leben – er kam drei Monate zu früh auf die Welt. Mittlerweile kann seine Mutter Anita Dilji wieder lachen, als sie aber im letzten Jahr mit starken Schmerzen ins Spital musste und dort erfahren hat, dass sie eine Frühgeburt hat, sah das noch anders aus. «Ich habe sofort weinen müssen. Man hat einfach Angst und da gehen einem Tausend Sachen durch den Kopf. Man weiss ja auch nicht, was da auf einen zukommt», so Dilji.

Im September kam Leon mit gerade mal 850 Gramm auf die Welt. Hinzu kam, dass er sich auch noch mit dem RS-Virus angesteckt hatte: «Wir waren wirklich Nonstop hier und haben einfach gehofft, dass er es schafft.» Damit ist die Familie Diliji nicht alleine. Im Kantonsspital Aarau sind im letzten Jahr 700 Kinder zu früh auf die Welt gekommen, davon mussten 350 intensiv behandelt werden.

Frühgeburten können später noch Auswirkungen haben

So hat es 2022 mehr Frühgeburten gegeben als noch im Vorjahr. Das liege vor allem auch daran, dass die anderen Spitäler die Frühgeburten nach Aarau schicken. «Wir haben eine anerkannte Neonatologie, deswegen betreuen wir diese Schwangerschaften», berichtet Monya Todesco Bernasconi, Chefärztin der Geburtshilfe im KSA.

Dennoch kann eine Frühgeburt bis ins Alter Auswirkungen haben. «Das können ‹leichtere› Sachen sein, wie zum Beispiel eine Brille tragen, aber auch komplett auf fremde Hilfe angewiesen sein. Das Spektrum ist da sehr breit», erklärt Philipp Meyer, Chefarzt Neonatologie.  Den ganzen Beitrag kannst du dir oben im Video anschauen.

(red.)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 5. Januar 2023 18:48
aktualisiert: 5. Januar 2023 19:05