Tempo 30 und Co.

Neugestaltung Aarauer Bahnhofstrasse: Drei Einsprachen verzögern Start

18.03.2022, 10:22 Uhr
· Online seit 18.03.2022, 08:22 Uhr
In einem Pilotprojekt soll die Bahnhofstrasse in Aarau umgestaltet und so für den Langsamverkehr attraktiver gemacht werden. Nun sind drei Einsprachen eingegangen. Der Start des Projekts muss deshalb verschoben werden.
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Pflanzen auf der Fahrbahn, Tempo 30 und Verbesserungen für Velofahrende: Die Bahnhofstrasse in Aarau soll aufgewertet und für den Langsamverkehr attraktiver gemacht werden. Das geplante Pilotprojekt sollte im April starten. Doch nun muss der Beginn verschoben werden. Dies, weil drei Einsprachen gegen das Projekt eingegangen sind, wie das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) des Kantons mitteilt. Voraussichtlich starten die Umbauarbeiten neu Anfang Mai, die erste Phase des Testlaufs wäre dann auf den Juni angesetzt.

«Wir sind grundsätzlich in den Startlöchern, den Testlauf in der Bahnhofstrasse umzusetzen», sagt Daniel Schwerzmann, Leiter Verkehrsmanagement bei der Abteilung Tiefbau im BVU, zu Radio Argovia. Mit dem zwölfmonatigen Projekt wolle man herausfinden, wie die Bahnhofstrasse nach der Sanierung betrieben werden soll.

Einsprachen gegen Tempo 30 und Abbiegeverbot

Die drei Einsprachen betreffen beide Verkehrsanordnungen, für die die Einsprachefrist galt, wie Schwerzmann erklärt. Also einerseits Tempo 30 auf der Bahnhofstrasse, andererseits die Aufhebung des Linksabbiegens von der Kasinostrasse her. «Bei Verkehrsanordnungen gibt es immer wieder Einsprachen, insbesondere von Einzelpersonen. Das ist auch richtig so, dass es diese Möglichkeit gibt», erklärt Schwerzmann. Nun werde das Gespräch gesucht. Sollten die Einspruchsführer nicht einlenken, würde es zu weiteren Verzögerungen kommen und der Testlauf würde frühestens in den Sommerferien starten.

Würde eine dieser Einsprachen gutgeheissen, wäre das ganze Projekt in Gefahr. Man könne nicht einfach einzelne Teile rausstreichen, so Schwerzmann. Da es sich um einen Testlauf handle, sei er zuversichtlich. «Es ist eine grosse Chance für die Stadt Aarau, für den Betrieb auf der Bahnhofstrasse und es wäre wirklich schade, wenn wir das jetzt nicht ausprobieren könnten, wie das funktioniert. Wir freuen uns auf den Testlauf.»

Koexistenz statt fixer Platz

Die Neugestaltung sei nötig, führt Schwerzmann weiter aus. Dies, weil aktuell jeder Verkehrsteilnehmende seinen zugewiesenen Platz habe. Da das Verkehrsaufkommen jedoch bei allen Teilnehmenden sehr hoch sei – also viele Autos, viele Busse, viele Velos und viele Fussgängerinnen und Fussgänger unterwegs sind – sei man sehr eingeschränkt. Andere Städte hätten bereits erfolgreich eine Koexistenz, wie sie in Aarau geplant ist, umgesetzt. «Wir sind überzeugt, dass das in der Bahnhofstrasse Aarau sehr gut funktionieren würde», so Schwerzmann.

(vro)

veröffentlicht: 18. März 2022 08:22
aktualisiert: 18. März 2022 10:22
Quelle: ArgoviaToday

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