Der Steuerertrag aller Gemeinden habe 2020 erstmals die Grenze von zwei Milliarden Franken überschritten, teilte das kantonale Departement Volkswirtschaft und Inneres (DVI) am Montag zur neuesten Gemeindefinanzstatistik mit. Die Corona-Pandemie habe in den Rechnungen noch wenige Spuren hinterlassen.
Auch der Nettoaufwand der Gemeinden nahm letztes Jahr zu: absolut um 2,8 Prozent und pro Kopf um 1,5 Prozent. Die Bereiche Bildung, Soziale Wohlfahrt und allgemeine Verwaltung machten weiterhin fast drei Viertel des Nettoaufwands aus.
Während 179 Gemeinden einen Ertragsüberschüsse von insgesamt 221 Millionen Franken erreichten, wiesen 31 Gemeinden ein Defizit von total 16 Millionen Franken auf. Inklusive Spezialfinanzierungen hatten die Gemeinden im Durchschnitt ein Nettovermögen von 925 Franken pro Kopf. Ohne Spezialfinanzierungen, wenn also nur der steuerfinanzierte Bereich angeschaut wird, betrug die Nettoschuld 229 Franken pro Kopf.