Kurzfilm

Aargauer Maturand zieht für «Schweizer Jugend forscht» SRF ins Boot

Rodrigo Cerletti, 10. April 2022, 08:32 Uhr
Samuel Bitz hat im Rahmen seiner Maturaarbeit an der Alten Kantonsschule Aarau einen Kurzfilm gedreht. Nun qualifizierte er sich damit für den Final von «Schweizer Jugend forscht» – und stand kurzerhand hinter dem Moderationspult von «10 vor 10».
Der 19-jährige Aargauer durfte in den SRF-Studios seine eigene Moderation aufnehmen.
© zvg

Wie alle Kantonsschülerinnen und -schüler musste auch Samuel Bitz eine Maturaarbeit einreichen. Er hat sich dazu entschieden, einen Kurzfilm zu drehen. Im vierminütigen Video mit dem Titel «Time is flying» geht er darauf ein, wie wertvoll die Zeit von uns Menschen ist und wie diese genutzt wird. Die Hauptrolle wurde von einer Kollegin von Bitz übernommen. Der 19-Jährige und seine Freunde haben zudem selbst zu den Instrumenten gegriffen, um den Film musikalisch zu untermalen. Für seine Arbeit wurde er mit der Note 5.5 belohnt.

Finalteilnahme bei «Schweizer Jugend forscht»

Trotz seiner guten Leistung hatte Bitz zunächst nicht vor, sich beim nationalen Wettbewerb von «Schweizer Jugend forscht» anzumelden. «Einer meiner Lehrer hat dann aber gesagt, dass ich das machen soll», begründet Bitz sein Umdenken. Die Vorrunden hat der 19-Jährige auch ohne Probleme überstanden, sodass er sich direkt für den Final qualifizieren konnte.

Die Aufgabe der Finalteilnehmerinnen und -teilnehmer ist es, einen Trailer zu drehen, in dem sie ihr Projekt vorstellen. Samuel Bitz wollte aber nicht nur eine verkürzte Form seiner Maturaarbeit einreichen. «Ich wollte mir und anderen Leuten zeigen, welche Fortschritte ich seit der Maturaarbeit im Bereich Film- und Videoproduktion gemacht habe», erklärt Bitz. Aus diesem Grund habe er sich zum Ziel gesetzt, einen möglichst gelungenen Trailer herzustellen.

Der 19-jährige Aargauer hatte die Idee, dass er den ersten Teil des Trailers wie eine Nachrichtensendung gestalten könnte. Eine einfache Kulisse reichte ihm dafür aber nicht aus. Wenn es schon eine Nachrichtensendung sein sollte, dann wollte er diese auch in den SRF-Studios aufzeichnen. «Ich habe aber überhaupt nicht erwartet, dass es funktionieren wird», gibt Bitz zu. Das SRF fand die Idee des Maturanden jedoch toll, weshalb er schon einen Tag nach seiner Anfrage eine Zusage erhalten habe.

Filmen im Studio: «Das war schon komisch»

Auch wenn Bitz das SRF-Studio schon vor dem eigentlichen Drehtag einmal begutachten durfte, war es für ihn trotzdem noch ein spezielles Erlebnis. «Man kennt das Studio aus dem Fernsehen und plötzlich steht man selbst an diesem Pult. Das war schon komisch», so der 19-Jährige. Vor Ort sei er von den Mitarbeitenden aber gut unterstützt worden und sie hätten ihm auch Tipps gegeben, worauf in der richtigen Sendung geachtet wird. Nervös war der Aargauer allerdings nicht: «Ich wusste, dass ich mir Zeit nehmen darf und eine Szene auch mehrmals gedreht werden kann», erklärt Bitz.

Mit dem Endergebnis ist der Maturand sehr zufrieden. «Die Bilder sehen jetzt richtig authentisch aus. Das war ein voller Erfolg», sagt er erfreut. Nun muss er den Trailer nur noch zusammenschneiden und dann ist Daumendrücken angesagt. Die eingereichten Arbeiten werden von Experten aus der ganzen Schweiz beurteilt und mit Prädikaten (gut, sehr gut, ausgezeichnet) versehen.

Ob der 19-jährige Aargauer auch in Zukunft der Moderation treu bleiben wird oder in der Filmbranche Fuss fassen wird, weiss er noch nicht. Vorerst konzentriert er sich auf das Finale von «Schweizer Jugend forscht», das in knapp zwei Wochen stattfindet. Dann wird sich zeigen, wie gut der Maturand im nationalen Vergleich abschneidet.

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 10. April 2022 08:25
aktualisiert: 10. April 2022 08:32
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