Aargau/Solothurn

Sandra Boner für Betrugsmasche missbraucht: Achtung Fake auf Facebook und Instagram

Auf Facebook und Insta

Achtung Fake: Sandra Boner für Betrugsmasche missbraucht

02.02.2024, 10:55 Uhr
· Online seit 10.11.2023, 15:53 Uhr
Seit dem Sommer kursieren Fake-Artikel im Netz. In gefälschten Interviews gibt Sandra Boner Tipps, wie man ohne Aufwand viel Geld verdienen könne. Fast täglich wird die SRF-Meteo-Moderatorin darauf angesprochen, wie sie gegenüber Today sagt.
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Sandra Boner ist in der ganzen Deutschschweiz bekannt. Ihr Gesicht flimmert regelmässig für SRF Meteo über den Bildschirm. Seit längerem ist die Solothurnerin aber auch in gefälschten Online-Artikeln zu sehen, in denen sie im Talk mit SRF-Moderator Reto Lipp Tipps gibt, wie man einfach und ohne Aufwand viel Geld verdienen kann. Alles Lug und Betrug. Inzwischen gehen die Betrüger sogar noch weiter. Im neusten Fake-Artikel wird Sandra Boner von einer Gruppen von Albanern umgebracht.

So dreist gehen die Betrüger vor

Seit diesem Sommer gehen diese Artikel im Internet herum, bestätigt Sandra Boner gegenüber Today. Sie sei schockiert gewesen, als sie die Artikel mit ihrem Gesicht und die Fake-Schlagzeilen in den sozialen Medien gesehen habe. «Ihre Familie steht unter Schock» oder «Nationalbank verklagt Sandra Boner» wird da beispielsweise behauptet. Ein genauer Blick verrät: Auch diese Geschichten sind erstunken und erlogen.

So sehen die Fake-Posts aus:

Klickt man auf die Posts bei Facebook oder Instagram, landet man auf einer gefälschten News-Seite, die beispielsweise aussieht, als wäre sie vom «Blick». In den Fake-Artikeln werden die User dann auf abstruse Möglichkeiten hingewiesen, wie man schnell zu viel Geld komme. In einem Anmeldeformular wird man dazu aufgerufen, persönliche Daten anzugeben oder gar Geldbeträge zu überweisen. Achtung: Das ist eine Falle. In gewöhnlichen News-Artikeln gibt es sowas nicht.

So sieht der Fake-Artikel aus:

Ganz abstrus sind auch die gefälschten Bilder, die die vermeintliche Sandra Boner zeigen. Der untere Teil ihres Körpers ist eigentlich ein anderer. Wahrscheinlich handelt es sich um den Torso der ehemaligen Bundesrätin Simonetta Sommaruga, die tatsächlich einmal bei Reto Lipp im Eco-Talk war. Dieser wurde offenbar mittels KI mit dem Kopf von der Solothurner Wettermoderatorin zusammengefügt. Das gefährliche daran ist: Dass Sandra Boner nicht echt ist, erkennt man auf den ersten Blick kaum. Was Künstliche Intelligenz mit Bildern inzwischen alles kann, hat SVP-Nationalrat Andreas Glarner letzthin unrühmlich bewiesen.

«Werde fast täglich darauf angesprochen»

Für Sandra Boner selbst sind diese Fake-Artikel mühsam und unangenehm. Fast täglich werde sie darauf angesprochen. «Es nervt und es wäre doch eigentlich nicht nötig, sowas zu machen.»

Sie habe die Fake-Produktionen mit Spezialistinnen und Spezialisten des SRF angeschaut und gemeinsam mit dem Unternehmen ein Statement formuliert, das sie jeweils bei Anfragen auf ihren Social-Profilen verschicke. Da drin stehe, dass es sich bei den Artikeln um Fake-News handle.

Das offizielle Statement von Sandra Boner und SRF

«Hoffentlich fällt niemand darauf herein»

Sandra Boner warnt: Man sollte sich gut überlegen, was man gerade in den sozialen Medien mit der Öffentlichkeit teilt. Sie selbst teile viel, das sei ihr bewusst: «So bin ich nun mal, eine offene Person. Bis jetzt hatte ich damit noch nie Probleme.» Doch leider gibt es Leute, die die Fake-Artikel für bare Münze nehmen, sie liken oder teilen. Das SRF geht derweil mit dem Rechtsweg gegen die Urheberrechtsverletzungen des Logos vor, wie aus dem Statement oben zu entnehmen ist.

Betrugsmasche ist nicht neu

Ähnliche Fake-Artikel gab es bereits mit andern Schweizer Prominenten wie etwa Roger Federer, Kurt Aeschbacher, Susanne Wille oder Sandro Brotz. Die Masche ist immer dieselbe: Vertrauenswürdige Personen aus der Medienöffentlichkeit werden missbraucht, um Ahnungslose auf eine Investment-Webseite zu locken, mit der man auf wundersame Weise ganz viel Geld verdienen könne.

Die Polizei warnt vor solchen Betrugsmaschen seit langem und gibt den generellen Tipp: Ist ein Angebot zu schön, um wahr zu sein, dann ist es in der Regel auch nicht echt. Eine Übersicht über die aktuellsten Online-Betrügereien gibt es auf der Webseite des Nationalen Zentrums für Cybersicherheit.

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veröffentlicht: 10. November 2023 15:53
aktualisiert: 2. Februar 2024 10:55
Quelle: 32Today

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