Sexuelle Gewalt

Albin Reichmuth will nach Missbrauch anderen Opfern helfen

28. Oktober 2021, 20:55 Uhr
Die schlimmen Erinnerungen aus seiner Kindheit hatte Albin Reichmuth immer verdrängt. Erst nach einem Zusammenbruch kurz vor seiner Pensionierung konnte er erstmals darüber sprechen. Jetzt möchte er das Tabu brechen und Betroffenen eine Stimme geben.
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Quelle: TeleM1

«Als ich neun Jahre alt war, begann der Missbrauch durch den pädophilen Dorfpfarrer», sagt der heute 74-jährige Oltner Albin Reichmuth. Bis er diese Worte sagen konnte, dauerte es lange. Denn wenn er als Kind den Missbrauch publik gemacht hätte, wäre er wohl in einer psychiatrischen Anstalt «versorgt» worden, wie er es ausdrückt.

Sechs Jahre lang musste Reichmuth den sexuellen Missbrauch durch den katholischen Pfarrer in Trimbach über sich ergehen lassen. Manchmal gingen der Bub und der Pfarrer gar zusammen in die Ferien, teilten sich ein Zimmer. Fragen stellte niemand.

Erst nach über 50 Jahren, nach einem Burnout, kommen diese schrecklichen Erlebnisse ans Tageslicht, als sich Reichmuth seiner Psychiaterin anvertraute. Was dies für ihn bedeutet, erfährst du im Beitrag von Tele M1.

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 28. Oktober 2021 22:00
aktualisiert: 28. Oktober 2021 22:00
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