Spitzenküche

«Alle Augen werden auf uns gerichtet sein» – Schweizer Köche an der Olympiade

· Online seit 02.02.2024, 06:02 Uhr
Vom 2. bis 7. Februar findet die Olympiade der Köche in Stuttgart statt. Mit dabei sind fünf Mannschaften aus der Schweiz, davon haben gleich drei Köchinnen ihren Wohnsitz im Aargau. Was das Schweizer Team erwartet und wie gross die Chancen sind, verrät der Geschäftsführer vom Schweizer Kochverband.
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Auf dem Messegelände in Stuttgart findet einer der grössten Kochkunstevents der Welt – die Olympiade der Köche – statt. Dass die Schweiz gleich mit fünf Teams an den Start des Wettkampfes gehen kann, freut Reto Walther, den Geschäftsführer vom Schweizer Kochverband ausserordentlich. «Wir freuen uns sehr, die Schweiz mit fünf Teams zu vertreten. Eine Delegation von rund 60 Köchinnen und Köchen wird unsere Kulinarik und unser Handwerk auf höchstem Niveau vertreten», erklärt er gegenüber ArgoviaToday.

Drei Aargauerinnen mit dabei

Insgesamt werden rund 1800 Teilnehmenden aus 67 unterschiedlichen Nationen an der Olympiade dabei sein. Darunter sind auch drei Aargauerinnen. Rebecca Pigoni und Lena Humbel starten für die Schweizer Kochnationalmannschaft und Athina Karavouzi vertritt die Schweiz in der Junioren-Kochnationalmannschaft.

Die Aufgaben für die Schweizer Teams

Die Schweizer Kochnati tritt gegen 23 andere Equipen an. Auf ihrem Programm steht ein Drei-Gang-Menü für 110 Personen. Zusätzlich bestreiten sie das Programm Chefs Table. Dabei stehen Fingerfood, eine Showplatte, eine vegane Speise, ein Hauptgang, ein Schaustück, ein Dessert und Petits Fours für insgesamt zehn Gäste und zwei Juroren auf dem Programm. Das Juniorenteam der Schweiz wird ebenfalls im Chefs-Table-Programm ihr Können präsentieren. Dazu werden sie auch ein Drei-Gang-Menü zubereiten, dies aber «nur» für 70 Personen.

2020 holte sich das Regionalteam aus Luzern den Olympiasieg. Das Thema ihres Ausstellungstischs dieses Jahr lautet «Switzerland 365». Darauf werden sie Gerichte aus Schweizer Produkten zeigen, mit Ausnahme der Schokoladenkreationen. Das Regionalteam aus der Ostschweiz wird mit Hirsch, Lachs und Käse die Themen Schwingen, Velofahren, Skifahren, Eishockey und Eiskunstlauf auf den Teller bringen. Die Aufgabe für die Schweizer Armeeköche hingegen lautet: Kochen wie im Personalrestaurant. Ein vegetarisches Mittagsmenü, ein Mini-Dessert und eine Konferenzverpflegung müssen dafür in fünf Stunden zubereitet werden.

Aussichten für die Schweiz

Die Erwartungen an die Teams aus der Schweiz sind gross. «Alle Augen werden in Stuttgart auf uns gerichtet sein», erzählt Walther. Denn nach den fünf Weltmeistertitel am Culinary World Cup in Luxemburg 2022 zählen sie an der Olympiade zu den grossen Favoriten auf die Titel in sämtlichen Mannschaftskategorien.

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Damit es mit der Goldmedaille funktioniert, haben die Teams in den letzten 13 Monaten mit Hochdruck trainiert. «Die Zeit war sehr knapp seit der Weltmeisterschaft in Luxemburg und auch die vielen Wechsel innerhalb der Teams waren eine Herausforderung», so Reto Walther. Dem Druck sollte das Team aber standhalten können: «Wir sind mental stark und technisch bereit.»

Die Chance auf Gold

Zu den Goldmedaillen-Chance sagt Walther bloss: «Alles ist möglich!». Dass dies der Fall ist, zeigen die Jahre 1976, 1988 und 1996. Denn in diesen konnte die Schweizer Nati jeweils den ersten Podestplatz erkochen. Ein klar definiertes Ziel haben die Teams zwar nicht, aber «dabei sein ist zwar schön, aber unsere Ambitionen sind höher», meint Walther und schmunzelt.

veröffentlicht: 2. Februar 2024 06:02
aktualisiert: 2. Februar 2024 06:02
Quelle: ArgoviaToday

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