Coronavirus

Aus Angst vor Corona-Impfung: Kein Blut von geimpften Personen

25. Januar 2022, 20:08 Uhr
Bei vielen Menschen ist die Angst vor der Covid-Impfung nach wie vor gross. Bei einem 50-jährigen Aargauer geht die Angst so weit, dass er in einem Notfall keine Bluttransfusion von einer gegen Covid geimpften Person möchte.
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Quelle: TeleM1

Der 50-jährige Max will sich aus Überzeugung nicht impfen lassen. Seine Angst geht sogar soweit, dass der MS-Patient, der lieber anonym bleiben will, ein ungutes Gefühl hätte, wenn er bei einem Notfall eine Bluttransfusion von einer geimpfte Person erhalten würde.

«Ich bin ungeimpft und stelle mir wirklich grundsätzlich die Frage, was denn passiert, wenn ich einen Unfall hätte und dringend eine Bluttransfusion bräuchte», so Max gegenüber Tele M1. Was würde ich von einer Person bekommen, die sich impfen liess, fragt sich Max. «Hat das schädliche Auswirkungen? Verbreitet sich das in meinem Körper oder nicht?» Diese Fragen stellt sich aber nicht nur Max, sondern ist auch auf Social Media und in Blogs ein Thema.

Bei den Blutspendediensten sieht das aber anders aus. Hin und wieder käme so eine Anfrage, aber die Ängste seien wirklich unbegründet. «Nach einer Corona-Impfung muss man mindestens 48 Stunden warten, bis man überhaupt wieder Blut spenden kann», sagt Franziska Kellenberger, Sprecherin Blutspende SRK Schweiz. «In dieser Zeit baut der Körper den Impfstoff fast vollständig ab.»

Auch wenn für Max klar ist, dass das in der Praxis schwer umsetzbar ist, würde er gerne wählen, welches Blut durch seinen Körper fliesst. Ginge es wirklich um Leben und Tod, dann würde sich Max aber auch für das Blut einer geimpften Person entscheiden – auch wenn das bei ihm ein ungutes Gefühl hinterlassen würde.

Quelle: Tele M1
veröffentlicht: 25. Januar 2022 20:11
aktualisiert: 25. Januar 2022 20:11
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