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Baden: Privates Feuerwerk könnte schon 2025 verboten werden

Städtische Knallerei bleibt

Baden: Privates Feuerwerk könnte schon 2025 verboten werden

03.06.2024, 16:57 Uhr
· Online seit 03.06.2024, 16:25 Uhr
Das Thema Feuerwerk spaltet seit Jahren die Geister. In Baden könnte das Abfeuern von Böllern, Knallern und Raketen schon bald verboten werden. Voll und ganz abschaffen will man es aber nicht – so geht es weiter mit der Knallerei.
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«Soll es an der Bundesfeier am 1. August weiterhin ein Feuerwerk geben?» So lautete die Frage des Badener Stadtrats an die Bevölkerung. Diese konnte während einer Woche im Rahmen einer Umfrage darüber befinden, ob es weiterhin Teil der Tradition bleiben soll. Daran teilgenommen haben rund 1600 Einwohnerinnen und Einwohner, wie Stadtammann Markus Schneider gegenüber Radio Argovia sagt. Das Verhältnis von Ja- zu Nein-Stimmen sei dabei über sämtliche Ortsteil überaus ausgeglichen gewesen. «Das hat dem Stadtrat die Möglichkeit gegeben, frei zu entscheiden», so Schneider.

Der Beitrag von Radio Argovia zum Nachhören:

Privates Feuerwerk auf Stadtgebiet schon 2025 verboten

Basierend darauf hat der Stadtrat zwei Beschlüsse gefasst, wie Schneider weiter erklärt. Das grosse, von der Stadt organisierte und von Steuergeldern finanzierte Feuerwerk zum Bundesfeiertag am 1. August wird es weiterhin geben.

Der zweite Beschluss dürfte allen Feuerwerk-Fans allerdings sauer aufstossen, denn: «Wir rufen dieses Jahr die Bevölkerung dazu auf, auf privates Feuerwerk zu verzichten und sich ab demjenigen der Stadt zu freuen», sagt Schneider. Darüber hinaus soll das Feuerwerksverbot für Privatpersonen im Polizeigesetz verankert werden, das in den Zuständigkeitsbereich des Stadtrats fällt.

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Für ein Verbot im Sommer 2024 reicht die Zeit nicht aus. Doch noch dieses Jahr solle das Reglement angepasst werden. Wer im Sommer 2025 in der Stadt Baden eine Rakete oder anderes Feuerwerk in den Himmel steigen lässt, muss wohl also bald mit einer Busse rechnen.

Damit gerechnet, dass das Ergebnis dermassen knapp ausfallen würde, hatten Schneider und der der ganze Stadtrat nicht, «es war uns aber ein Anliegen, ein Stimmungsbild von der Bevölkerung zu erhalten. Dieses ist sehr ausgeglichen. Das hat uns dazu geführt, dass wir einen Weg suchen müssen, auf dem wir einen klaren Entscheid fällen können: ‹Feuerwerk ja, aber nur dann wenn es für uns stimmt.›», sagt der Stadtammann. Stimmen tut es also offenbar am besten am 1. August, wenn die Stadt Baden das Feuerwerk von der Schlossruine Stein in den Himmel empor steigen lässt.

Bald Verbot für ganze Schweiz?

Derweil könnte die Schweizer Stimmbevölkerung auch bald über ein Feuerwerksverbot für alles, was knallt, abstimmen. Die eidgenössische Volksinitiative «Für eine Einschränkung von Feuerwerk» ist Ende letzten Jahres mit genügend gültigen Unterschriften eingereicht worden. Die Initiative will den Verkauf und das Abbrennen von lautem Feuerwerk für Private einschränken. Erlaubt bleiben sollen pyrotechnische Produkte, die ohne Lärm in die Luft gehen. Auch professionelle öffentliche Grossfeuerwerke an Veranstaltungen soll es weiterhin geben dürfen.

veröffentlicht: 3. Juni 2024 16:25
aktualisiert: 3. Juni 2024 16:57
Quelle: ArgoviaToday

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