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Dutzende Anfragen bei Meldestelle nach Cyberangriff auf Stadt Baden

Kriminalität

Dutzende Anfragen bei Meldestelle nach Cyberangriff auf Stadt Baden

29.02.2024, 20:21 Uhr
· Online seit 29.02.2024, 20:21 Uhr
Nach einem Cyberangriff auf die Stadt Baden und dem Raub von Daten im Dezember haben sich dutzende besorgte Bürgerinnen und Bürger bei einer eigens eingerichteten Meldestelle erkundigt. Von 62 verifizierten Anfragenden waren 52 nicht betroffen. Bei zehn Personen bestand ein Bezug zum geraubten Datensatz, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte.
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Betroffen waren der Mitteilung zufolge Personendaten wie Vor- und Nachname oder E-Mail-Adresse. In vereinzelten Fällen lag eine Kombination mehrerer personenbezogener Daten vor.

Weitere 25 Personen stellten ebenfalls eine Anfrage. Aufgrund fehlender Kontaktdaten konnten sie jedoch nicht verifiziert werden, wie es hiess. Die Ende Dezember 2023 eingerichtete Meldestelle respektive das Kontaktformular wird noch bis Ende März weiterbetrieben.

Über den Hackerangriff hatte die Stadt Baden am 4. Dezember informiert. Laut Medienberichten wurden offenbar Teile der Kreditorenbuchhaltung und eine Liste mit Angaben, welche Verstorbenen wann kremiert wurden, gestohlen. Daten wurden danach in einem Hackerforum im Internet zum Herunterladen angeboten - unter anderem Tabellen mit Namen und Adressen von Einwohnern.

So reagierte Stadtammann Markus Schneider auf die digitale Bedrohung

Quelle: Tele M1/Sergio Lüthi/ArgoviaToday/Michelle Brunner

Gemäss Analysen von Experten handelte es sich bei dem Datensatz, der aus einem Backup stammte, aus einem verwaltungsinternen System, in welchem Rechnungen an die Stadt und von der Stadt erfasst wurden. Bei den betroffenen Daten handelte es sich laut der Stadt nicht um rechtlich besonders schützenswerte Personendaten.

Nach dem Cyberangriff erklärte die Stadt, die Sicherheitsvorkehrungen seien angepasst worden. Zu den getroffenen Massnahmen gehörten demnach die Sensibilisierung der Mitarbeitenden sowie eine verstärkte Zusammenarbeit mit externen Experten.

Die Stadt Aarau, welche Serverstrukturen mit Baden teilt, hatte nach dem Vorfall bekanntgegeben, dass sie vom Hack nicht betroffen sei. Das System, von dem der im Darknet  veröffentlichte Datensatz gestohlen wurde, werde von der Stadt Aarau nicht benutzt.

Am Mittwoch musste die Gemeinde Buchs mitteilen, dass das Mailkonto von Gemeindeammann Urs Affolter gehackt wurde. Von seiner Adresse wurden demnach hunderte E-Mails versendet worden:

Quelle: Tele M1 / Archivbeitrag vom 28. Februar 2024

(sda/lba)

veröffentlicht: 29. Februar 2024 20:21
aktualisiert: 29. Februar 2024 20:21
Quelle: ArgoviaToday

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