Emotionaler Post

Kantonspolizei veröffentlicht Röntgenbilder von angeschossener Katze

2. Mai 2022, 11:57 Uhr
In den letzten Wochen kam es in der Region Baden zu mehreren Angriffen auf Katzen und Mensch mit einem Luftgewehr. Die Kantonspolizei Aargau veröffentlicht nun auf Facebook die Röntgenbilder einer betroffenen Katze.
Dieses Röntgenbild der Katze hat die Kantonspolizei Aargau in den sozialen Medien veröffentlicht.
© Kantonspolizei Aargau

In den letzten Wochen wurden in der Region Baden mehrere Vorfälle registriert, bei denen eine unbekannte Person mit einem Luftgewehr auf eine Tankstelle oder Katzen geschossen hat. In Sins wurde ausserdem eine Katze mit einem Pfeil beschossen, das Tier musste später eingeschläfert werden. Die Kantonspolizei Aargau spricht mittlerweile schon von einer «kleinen Serie» und Waffenhändler sorgen sich um den Ruf ihrer Branche. ArgoviaToday hat bereits darüber berichtet. Jetzt äussert sich die Kantonspolizei Aargau zu den möglichen Konsequenzen für den Täter.

Warum macht man das?

Nicht nur für die Waffenhändler ist es unverständlich, dass man mit einem Luftgewehr auf Katzen schiesst, sondern auch für die Kantonspolizei Aargau. In einem Facebook-Post äussert sie sich deshalb zu den Vorfällen und veröffentlicht ein Röntgenbild einer betroffenen Katze: «Mit einem Luftgewehr auf Katzen zu schiessen - warum macht man das?», heisst es im Beitrag. Denn wer ein Tier quält, verursache nicht nur Tierleid, sondern begehe nach dem Tierschutzgesetz auch ein Offizialdelikt.

Freiheitstrafen bis zu drei Jahren

«Es muss mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe gerechnet werden», schreibt die Kommunikationsabteilung der Kapo weiter. Die Polizei gehe Meldungen deshalb konsequent nach. Weiter steht im Post: «Ein solches Verhalten können und wollen wir nicht tolerieren.» Die Polizei rät den Katzenbesitzenden überdies, ihre Lieblinge zu chippen, um bei künftigen Vorfällen die Tiere ihren Eigentümerinnen und Eigentümern zuordnen zu können.

Auch in den Kommentaren zeigt sich das Unverständnis über die Vorfälle und das Mitleid mit den Tieren. Zu lesen sind Worte wie «unverständlich» oder «ekelhaft». Zudem erhoffen sie sich, dass der oder die Verantwortlichen hart bestraft werden.

(red.)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 2. Mai 2022 12:01
aktualisiert: 2. Mai 2022 12:01
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