Frau und Schwägerin getötet

Mord oder Totschlag? Obergericht muss über Tötungsdelikt von Hausen urteilen

14. September 2022, 19:34 Uhr
Das Aargauer Obergericht musste sich am Mittwoch mit dem Tötungsdelikt in Hausen beschäftigen. Der Anwalt des Angeklagten plädiert auf Totschlag. Das Urteil steht noch aus.

Quelle: TeleM1

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Ein heute 58-Jähriger ist im Juni vom Bezirksgericht Brugg zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt worden, weil er 2018 in Hausen seine Frau und seine Schwägerin getötet hat. Der Angeklagte pochte damals auf Notwehr. Nun beschäftigte sich das Obergericht mit dem Fall. Der Kosovare hofft auf ein milderes Urteil.

Vor dem Obergericht will der Anwalt des Angeklagten, Urs Oswald, ein Urteil wegen Totschlags erreichen, wie er zu Tele M1 sagt. Das Bezirksgericht hatte den Mann wegen mehrfachen Mordes verurteilt. Zu Unrecht, wie sein Anwalt findet: «Man muss eben auch die Hintergründe sehen.» Zur Auseinandersetzung mit der Frau und der Schwägerin des Angeklagten war es gekommen, nachdem die Frau ihm eröffnet hatte, dass sie die Scheidung will.

Laut dem Anwalt seien ebendiese Hintergründe nicht genügend aufgeklärt worden. Ob das auch die Richter am Obergericht so sehen, ist noch unklar. Das Urteil wird schriftlich eröffnet.

(vro)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 14. September 2022 19:29
aktualisiert: 14. September 2022 19:34