Energie

Stadt Baden erweitert Energieförderung auf Elektro-Ladestationen

6. Januar 2022, 18:21 Uhr
Da es immer mehr Autos mit Elektroantrieb gibt, fördert die Stadt Baden seit Anfang 2022 den Bau von Ladestationen. Zudem unterstützt sie den Bau eines Fernkältenetzes für die Kühlung in Wohnungen und Industrie.
Die Stadt Baden will den Aufbau von Ladestationen für Elektromobile fördern (Symbolbild).
© KEYSTONE/GAETAN BALLY
Anzeige

Unter den Neuzulassungen der Fahrzeuge waren vergangenen Herbst bereits 17 Prozent reine Elektromobile und weitere 34 Prozent Autos mit Hybrid- und Plug-In Hybrid-Antrieb, wie die Stadt Baden in einer Mitteilung vom Donnerstag feststellte.

«Die notwendige Ladeinfrastruktur am Wohnort kann bei dieser Entwicklung kaum mithalten.» Deshalb fördert die Stadt Baden seit 1. Januar 2022 die Installation von Elektro-Ladestationen und deren Erschliessung bei Mehrfamilienhäusern und Stockwerkeigentum, sofern mindestens drei Einheiten eine Ladestation bauen wollen. Auch gemeinsam erschlossene Garagen dürfen auf Fördergelder hoffen.

Nebst Fernwärme neu auch Fernkälte fördern

Die Regionalwerke Baden AG wollen neu ein Fernkältenetz aufbauen, analog des bestehenden Fernwärmenetzes. Dabei fördert die Stadt Baden neu den Anschluss ans Fernkältenetz für die Industrie und für die Komfortkühlung in Wohnungen. Erste Anschlüsse werden laut Mitteilung Ende 2022 im Raum Baden Nord und entlang der Ausbauachse Richtung Innenstadt verfügbar.

Finanziert wird das Energie-Förderprogramm über Gebühren. So wird eine Zuschlag für die Nutzung des Elektrizitätsnetz verlangt. Diese Gebühr kommt zum Preis für den Stromverbrauch hinzu und ist abhängig von der verbrauchten Strommenge. Bis zu einem Jahresverbrauch von 50'000 kWh beträgt die Nutzungsgebühr 0,25 Rappen pro Kilowattstunde. Wer mehr Strom verbraucht, muss weniger Nutzungsgebühr bezahlen. Ein durchschnittlicher Haushalt bezahle so 10-20 Franken mehr pro Jahr, wie die Stadt Baden auf Anfrage sagte.

Neben dem kommunalen Energieförderprogramm gibt es auch Förderbeiträge von Bund, Kanton und Dritten. Beispielsweise fördert der Kanton Aargau seit dem 1. Oktober 2021 ebenfalls Anschlüsse an das Fernwärmenetz.

Das Energieförderprogramm kennt die Stadt Baden seit einem Jahr. Die Grundlage für das Förderprogramm hat der Einwohnerrat mit dem Energiereglement im Oktober 2020 genehmigt.

Quelle: sda
veröffentlicht: 6. Januar 2022 18:15
aktualisiert: 6. Januar 2022 18:21