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0+ und A-

Blutreserven-Knappheit erreicht im Aargau und Solothurn kritisches Niveau

13. Oktober 2021, 14:43 Uhr
Die Stiftung Blutspende SRK Aargau-Solothurn braucht dringend Vorräte der Blutgruppen 0+ und A-. Gründe für die Knappheit könnten die Herbstferien und die Unsicherheit bezüglich Zertifikatspflicht sein.
Bei gewissen Blutgruppen werden die Reserven knapp.
© Keystone

Die Blutreserven der SRK Aargau-Solothurn hat teilweise ein kritisches Niveau erreicht. «Uns fehlen derzeit circa 100 zusätzliche Spenden», wird Barbara Mihm, Operative Leitung der Blutspende SRK Aargau-Solothurn, in einer Mitteilung zitiert. Besonders die Blutgruppen 0+ und A- seien derzeit besonders rar.

Grund für die Knappheit könnte die Unsicherheit bezüglich der Zertifikatspflicht sein. So sei vielen nicht klar, ob sie auch ohne Zertifikat spenden dürfen. Mihm stellt klar: «Der Blutspendedienst ist von der Zertifikatspflicht ausgenommen, da er die Aufgabe hat, die Blutvorräte der Schweiz zu sichern.»

Spenden geht auch mit Impfung

Doch auch die Herbstferien könnten zum Engpass beitragen. «Einerseits sind nun viele verreist, andererseits haben Rückkehrer, zum Beispiels aus gewissen Regionen Italiens, wegen des West-Nil-Virus oft eine Wartefrist von vier Wochen», so Mihm.

Doch die Schweiz braucht die Blutreserven. Deshalb ruft die Stiftung die Bevölkerung dazu auf, Blut zu spenden. Auch Geimpfte können dies bereits 48 Stunden nach der Verabreichung des Covid-Impfstoffes tun. Nur wer nach der Injektion Symptome entwickelt, muss nach Abklingen sieben Tage warten.

(vro)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 13. Oktober 2021 14:43
aktualisiert: 13. Oktober 2021 14:43