Rössli Hü!

«Chli übertrieben»: So kommt die neue Pferde-Ampel bei Ross, Reiter und Autofahrern an

· Online seit 03.04.2024, 21:40 Uhr
Rot heisst anhalten und bei Grün geht es los. Seit heute gilt diese Regel nicht nur für Autolenker, sondern auch für Pferde. Bei der Aarebrücke zwischen Auenstein und Rupperswil ging heute eine Ampel für Pferde in Betrieb. Es ist das erste Lichtsignal dieser Art in der ganzen Schweiz.
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An der Aarebrücke zwischen Auenstein und Rupperswil ist seit Mittwoch ein im Kanton Aargau einzigartiges Lichtsignal in Betrieb: Eine Ampel für Pferde. Wir haben mit Martin Meyer den Praxis-Test gemacht. Der Pferdehalter aus Auenstein hat auf der schmalen Aarebrücke mit seinem Ross Flori auch schon brenzlige Situationen erlebt. Für ihn ist die Ampel ein Segen: «Es hatte Leute, die gekreuzt haben, es ist schon sehr knapp. Auch wenn man Vortritt hatte, gab es Leute, die kreuzten. Aber so ist die Situation klar. Es ist eine schöne Geste, dass man für die Pferde auch etwas macht.»

Bei anderen Verkehrsteilnehmenden stösst die Ampel nicht nur auf Gegenliebe, wie eine kurze Umfrage zeigt: «Sicher, richtig schön für die Pferde», sagt ein Autofahrer, «nicht so schön für uns» ergänzt sein Beifahrer und lacht." Schliesslich generiert die Ampel nun Wartezeiten für die Motor-Kutschen. Ein anderer Fahrer sieht das Problem nicht und appelliert an das Miteinander: «Grundsätzlich ging es ja vorher auch ohne. Wenn man aufeinander schaut.» Und eine Anwohnerin zweifelt an der Notwendigkeit für die paar Pferde extra ein Rotlicht zu bauen: «Ich wohne seit 15 Jahren hier, und sah vier Mal ein Pferd. Ich finde es ein bisschen übertrieben.»

(lba)

veröffentlicht: 3. April 2024 21:40
aktualisiert: 3. April 2024 21:40
Quelle: ArgoviaToday

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