Aargau/Solothurn

Das sind die fünf ältesten Gemeinden im Kanton Aargau

752 Jahre n. Chr.

Das sind die fünf ältesten Gemeinden im Kanton Aargau

· Online seit 28.06.2023, 11:42 Uhr
Rupperswil feiert diesen Sommer 850-jähriges Jubiläum – ein stolzes Alter. Doch es geht noch mehr: Einige Gemeinden im Kanton haben mehr als 900 Jahre auf dem Buckel. Doch wie weit geht die Geschichte des Kantons eigentlich zurück?
Anzeige

Fangen wir einmal mit den Basics an. Der Kanton Aargau hat geologisch gesehen vor allem Anteil am Molassegebiet des Mitellandes und am Kalkgebirge des Juras. Auch was Gewässer angeht, sind wir gut aufgestellt: Der Aargau vereint mit Aare, Limmat und Reuss Wasser aus fast allen Kantonen der Schweiz.

Scan den QR-Code

Du willst keine News mehr verpassen? Hol dir die Today-App.

Katholisch oder reformiert?

Früher war unser Kanton klar geteilt: Es gab den sogenannten «Berner Aargau», bestehend aus den heutigen Bezirken Aarau, Lenzburg, Brugg, Kulm und Zofingen. Diese waren reformiert. Dann gab es das Freiamt, das Fricktal so wie die Grafschaft Baden, die allesamt katholisch geprägt waren – was sich heute beispielsweise noch immer an den unterschiedlichen Feiertagen der Bezirke zeigt.

Über 1200 Jahre alte Gemeinden

Die Gesichte der Aargauer Gemeinden reicht weit zurück. Welche die älteste Gemeinde ist, lässt sich nur schwer mit Sicherheit sagen. Aber: Es kann nachvollzogen werden, welcher Ort wann zum ersten Mal erwähnt wurde. Auf Basis der Publikation «Die Gemeindenamen des Kantons Aargau» von Beat Zehnder wagen wir deshalb einen Versuch – ohne Anspruch auf historische Richtigkeit.

Augusta, Melina, Lenginwanc, Entingas

Am Anfang des Kantons standen demnach vier Gemeinden vor 800 Jahren n. Chr. Dies waren Kaiseraugst (752 Jahre n. Chr.), Möhlin (794 Jahre n. Chr.), Lengnau und Endingen (beide 798 Jahre n. Chr.). Um 804 Jahre nach Christus folgte dann laut der historischen Publikation die erstmalige Erwähnung von «Magaduninse», das heute als Magden bekannt ist.

Ungewisse Vergangenheit

Ob dies wirklich die fünf ältesten Orte des Kantons sind, kann allerdings auch das Aargauer Staatsarchiv nicht abschliessend bestätigen. Dieses sagt auf Anfrage von ArgoviaToday: «Im Allgemeinen lässt sich nur schwer sagen, welche Gemeinden es am längsten gibt. Von den ersten Niederlassungen gibt es keine schriftlichen Quellen und es werden auch heute noch Überreste von beispielsweise bronzezeitlichen Siedlungen entdeckt.» Damit Gemeinden aber beispielsweise Dorfjubiläen feiern können, werde oft von der sogenannten Ersterwähnung ausgegangen. Die Gemeinde, respektive die ihr zu Grunde liegende Siedlung, habe aber jeweils schon vorher bestanden, so das Aargauer Staatsarchiv. Kaiseraugst könnte also die älteste Aargauer Gemeinde sein – in Stein gemeisselt ist dies allerdings nicht.

veröffentlicht: 28. Juni 2023 11:42
aktualisiert: 28. Juni 2023 11:42
Quelle: ArgoviaToday

Anzeige
Anzeige
argoviatoday@chmedia.ch