Hitze

Der Aargau erlebte den drittwärmsten Juni seit 1959

1. Juli 2022, 15:14 Uhr
Der vergangene Monat war schweizweit zu warm. Auch im Aargau. Dafür war es aber auch nässer als sonst. Insgesamt fielen 126,5 Liter Regen – im langjährigen Mittel sind es lediglich 92,2 Liter.
Der Juni 2022 war vielerorts zu warm.
© KEYSTONE/WALTER BIERI

Insgesamt war der Juni schweizweit 2,7 Grad über dem Klimamittel von 1991 bis 2020, wie Meteonews mitteilt. In Aarau lag das Junimittel in diesem Jahr bei 19,8 Grad. Es war somit der drittwärmste Juni seit Messbeginn 1959. Am wärmsten war es hier im Hitzesommer 2003, als das Mittel bei 22,6 Grad lag. Die Hitzewelle brachte auch neue Temperaturrekorde: Am heissesten wurde es am 19. Juni in Beznau mit 36,9 Grad. Das entspricht auch dem absoluten Junirekord von Basel-Binningen im Jahr 1947, wie Meteonews weiter schreibt. Generell gab es im Mittelland zwischen drei und sieben Hitzetage, normal wären im Flachland ein bis drei Hitzetage.

Wegen der vielen Gewitter wurde es auch ordentlich nass. Allerdings nicht überall gleich. An manchen Orten in der Schweiz gab es weniger Regen als sonst, im Aargau war es jedoch etwas mehr. In Aarau wurden im ganzen Monat 126,5 Liter gemessen, das langjährige Mittel liegt bei 92,2 Litern. Auch bei der Anzahl Blitze liegt der Aargau ziemlich weit vorne: Mit 8111 Blitzen liegt der Kanton auf Platz 5. Am meisten Blitze gab es im Kanton Bern, dort zuckte es fast 20'000-mal im Himmel. Insgesamt wurden im Juni schweizweit knapp 124'000 Blitze gezählt.

Doch nicht nur Gewitter und Regen waren im Juni besonders häufig, gleichzeitig schien auch die Sonne mehr als sonst. Im Aargau wurden 249,4 Sonnenstunden gemessen. Das Mittel liegt bei 200,2 Stunden. Schweizweit schien die Sonne 13 Prozent mehr als üblich.

(vro)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 1. Juli 2022 17:22
aktualisiert: 1. Juli 2022 17:22
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