Landwirtschaft

Die meisten Bauern sind schlecht gegen Wetterschäden versichert

2. Mai 2022, 21:21 Uhr
Die Schäden, die Unwetter in der Landwirtschaft anrichten, sind enorm, so auch beim Hagelschaden eines Obstbauern in Lupfig. Recherchen von «Tele M1» zeigen, dass Bauern oft schlecht versichert sind.
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Quelle: TeleM1

Reihe um Reihe stellen die Helfer die Bäume in Lupfig wieder auf. Es sieht zwar schon besser aus, als am Sonntag, trotzdem rechnet der Besitzer damit, dass fast die Hälfte der Apfelbäume zu stark vom Hagel beschädigt wurden und nicht mehr blühen werden (wir berichteten). Für ihn ist das ein grosser Verlust – umso grösser auch als er erfährt, dass die Versicherung den Schaden nicht zahlen wird. 

«Wir dachten eigentlich, dass wir gut versichert wären», sagt Andreas Suter, Betriebsleiter des Loorhofs in Lupfig, gegenüber «Tele M1». «Ich habe die Versicherung dieses Jahr frisch abgeschlossen, dabei haben wir auch die Bäume angeschaut. Die Betonpfeiler und der Hagelschutz sind versichert, aber die Bäume sind plötzlich nicht mehr versichert, obwohl man uns das zugesagt hat.» 

Der Schaden beläuft sich auf etwa 350'000 Franken. Aber weil die Anlage beim Hagelsturm nicht fertig montiert war, sei sie unterversichert. Dass Anlagen nicht oder ungenügend versichert sind, komme gemäss Andy Steinacher, Präsident der Aargauer Obstproduzenten, oft vor. Denn eine Hagelschutzanlage wie die von Andreas Suter kostet einen vierstelligen Betrag an Prämien. Dazu muss man eine Baubewilligung beantragen und die Gebühren zahlen. 

(red.)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 2. Mai 2022 22:06
aktualisiert: 2. Mai 2022 22:06
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