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Die Pollensaison ist eröffnet – damit hältst du den Heuschnupfen in Grenzen

Matteo Fruci, 23. Februar 2022, 17:52 Uhr
Die Temperaturen steigen, die Tage werden wieder länger und die Laune wird besser. Aber nicht bei den Pollenallergikern. Bettina Ravazzolo, Expertin beim Allergiezentrum Schweiz (aha) beantwortet die wichtigsten Fragen zur Pollensaison 2022.
Der Frühling kommt: Allergiker stehen nun mühsame Wochen bevor.
© Keystone

Was blüht jetzt?

Mit der Rückkehr des trockenen, warmen und sonnigen Wetters am Mittwoch erreichen die Hasel- und Erlenpollen in der Deutschschweiz wieder mässige bis starke Belastungswerte, erklärt Allergie-Expertin Bettina Ravazzolo.

Was kommt als nächstes?

Voraussichtlich anfangs April beginnen die stark allergenen Birken und Eschen zu blühen – natürlich abhängig von der aktuellen Wetterlage. «Verglichen mit anderen Bäumen lösen die Pollen der Birke am häufigsten eine Allergie aus», so Ravazzolo. Am meisten zum Niesen bringen uns aber die Gräserpollen, auf sie reagieren rund 70 Prozent der Schweizer Bevölkerung. Diese blühen aber durchschnittlich erst ab Mitte Mai.

Was bringt die Pollensaison 2022?

«Eine Prognose für das Pollenjahr 2022 zu machen, ist praktisch nicht möglich, da die Entwicklung jeweils stark vom Wetter abhängt. Wir gehen aber davon aus, dass heuer ein starkes Birkenpollenjahr wird. Der Baum setzt nämlich alle zwei Jahre besonders grosse Pollenmengen frei und 2021 waren die Belastungswerte eher schwach», so die Expertin.

Was tun bei einer Pollenallergie?

Eine Pollenallergie ist keine Bagatellerkrankung und sollte immer behandelt werden, weil sich sonst ein allergisches Asthma entwickeln kann. Die Therapie erfolgt in Absprache mit dem Facharzt oder der Fachärztin. Bei einer Pollenallergie reichen meistens Antihistaminika in Form von Tabletten, Nasensprays und Augentropfen – allenfalls in Kombination mit Kortisonpräparaten – aus, um die Symptome im Griff zu haben. Die Pollenallergie kann aber auch ursächlich angegangen werden mit einer allergenspezifischen Immuntherapie (Desensibilisierung): Laut Studien können die Beschwerden um 75 bis 80 Prozent gelindert und der Medikamentenverbrauch deutlich reduziert werden.

Medikamente helfen, was noch?

Bei einer Pollenallergie ist es wichtig, den Kontakt zu den allergenen Pollen so tief wie möglich zu halten und sich über den Pollenflug zu informieren. Dies kann man zum Beispiel mit der kostenlosen App Pollen-News. Neu lässt sich ein persönlicher Pollen-Push erstellen, sodass man eine Mitteilung erhält, wenn der Belastungswert der ausgewählten Pollenart zunimmt.

Krank oder Heuschnupfen?

Doch wie merke ich, ob meine Nase wegen einer Erkältung oder einer Allergie trieft? «Mit dem Schnupfentest auf der Website des Allergiezentrums Schweiz kann man in ein paar wenigen Fragen herausfinden, ob die Beschwerden auf eine Erkältung hinweisen oder ob sie eher allergisch bedingt sind», erklärt Ravazzolo. Einige Symptome wie etwa Niesattacken, juckende, tränende und gerötete Augen sowie auch Juckreiz in Gaumen, Nasen und Ohren sind typisch bei einer Pollenallergie.

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 24. Februar 2022 06:45
aktualisiert: 24. Februar 2022 06:45
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