Aargau

Florierender Valentinstag: «Einige Kunden stritten sich um die letzten Rosen»

Janina Schenker, 19. Februar 2022, 13:37 Uhr
Am Valentinstag im Jahr 2022 wurden tendenziell mehr Blumen verkauft als in anderen Jahren, wie eine Umfrage bei zwölf Blumengeschäften im Argovialand zeigt. Kunden hätten spontaner, öfter online und vermehrt bei Fleurop bestellt, erzählen Aargauer Floristen gegenüber ArgoviaToday.
Der Valentinstag lief bei allen befragten Aargauer Blumenläden mindestens so gut wie üblich, teilweise war es gar einer der umsatzstärksten Valentinstage.
© Keystone / Jon Hrusa.

Nie gehen so viele Blumen über den Ladentisch wie am Valentinstag. So könnte man meinen. Valentinstag sei nicht der umsatzstärkste Tag für Blumenläden, entgegnen Aargauer Floristen. Dennoch hatten viele Aargauer Blumengeschäfte einen der besten Valentinstage überhaupt, sodass sie teilweise beim Grossisten Nachschub holen mussten oder sich Kunden beinahe um die letzten Rosen stritten, wie eine Umfrage von ArgoviaToday zeigt.

Geschäft bei Fleurop floriert

Das Auftragsvolumen bei Fleurop lag in etwa gleich hoch wie im Vorjahr. Gegenüber 2020, in welchem der Valentinstag ja noch kurz vor dem Lockdown war, sei das Plus aber beträchtlich. «Hier verzeichnen wir eine Zunahme von über 35 Prozent», so Rinaldo Walser, COO bei Fleurop. Gerade im Kantonsranking schneidet der Aargau besonders gut ab: Der Kanton Aargau liegt auf Platz fünf, knapp hinter Genf, Watt, Bern und Zürich. Gegenüber dem Vorjahr sei ein Rückgang von etwa neun Prozent festzustellen. Dafür war aber ein leichter Anstieg im Warenkorb-Wert zu beobachten. Diese Daten entsprechen einer GoogleAnalytics-Auswertung und können von den tatsächlichen Werten leicht abweichen.

Bestellungen spontaner und online

Wie diverse Aargauer Floristen erzählen, seien dieses Jahr besonders viele Aufträge via Fleurop reingekommen. Auch bestellten die Kunden spontaner. «80 Prozent des Auftragsvolumens ist am Sonntag über Nacht oder am Valentinstag selber eingegangen», sagt Jenny Wüthrich, Geschäftsführerin bei allerart Blumen in Olten. Insbesondere online sei enorm viel bestellt worden. Die Geschäftsführerin wäre froh, wenn künftig wieder mehr Kunden Blumen vorbestellen würden: «Der Valentinstag ist für uns immer sehr stressig. Wir mussten auch mehr Personal aufbieten. Aber was viele nicht wissen, ist, dass Valentinstag für uns Floristen gar nicht der umsatzstärkste Tag des Jahres ist», so Wüthrich weiter. Die Weihnachtszeit dauere länger und sei daher beispielsweise wichtiger.

Rosen restlos ausverkauft

Wie gleich mehrere Blumenläden erzählen, seien sämtliche Rosen noch vor Ladenschluss ausverkauft gewesen. «Um die letzten Rosen haben sich die Kunden beinahe gestritten», erzählt Mathias Baumberger, Mitinhaber und Buchhalter von Linder Blumen in Aarau. Insgesamt wäre aber nicht mehr verkauft worden, als in anderen Jahren. «Fällt der Valentinstag auf ein Wochenende, verkaufen wir grundsätzlich weniger, da viele Leute weg gehen», so Baumberger weiter. Montag sei für einen Valentinstag also weit besser hinsichtlich Umsatz. Auch bei Blumen Frei lief das Geschäft mit den Rosen gut: «Wir waren um 17.45 Uhr komplett ausgeschossen.»

Restrosen zum Schnäppchenpreis 

Von Arx Blumen und Garten Aarau hatte nach dem Valentinstag noch einige Rosen vorrätig. «Dies schneiden wir kürzer und geben sie in einen Topf, wo sie für zwei Franken verkauft werden», sagt Frau Christen. So müssten auch keine Blumen entsorgt werden. Auch Blumen Breda in Aarau bietet die restlichen Rosen günstiger an. Dies sei dann insbesondere bei jüngeren Leuten sehr beliebt. Das Blumenhaus Erni in Baden verkauft die Rosen auch nach dem Valentinstag zum gleichen Tag weiter. «Gerade bei rote Rosen ist die Qualität ausserordentlich gut, sodass sie mindestens eine Woche noch sehr schön sind», sagt Sandrine Jeggli vom Blumenhaus Erni. Restliche Rosen könne man später auch als Kranzware für Beerdigungen verwenden.

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 17. Februar 2022 06:11
aktualisiert: 19. Februar 2022 13:37
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