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Bremgarten erhält befristete Bundesasylunterkunft

Asylwesen

Bremgarten erhält befristete Bundesasylunterkunft

11.07.2024, 19:09 Uhr
· Online seit 11.07.2024, 09:38 Uhr
Das Staatssekretariat für Migration SEM benötig bis im Herbst 2024 in der ganzen Schweiz rund 2000 zusätzliche Plätze für Asylsuchende. Dafür stellt die Stadt Bremgarten die Geschützte Sanitätsstelle mit 120 Plätzen zur Verfügung.

Quelle: Tele M1

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Das SEM erwartet im Jahr 2024 gemäss eigenen Prognosen rund 25'000 Schutzsuchende aus der Ukraine (Status S) und über 30'000 Asylsuchende. Um all diese Personen auch irgendwo unterbringen zu können, braucht der Bund bis im Herbst/Winter 2024/2025 rund 2000 zusätzliche Plätze. Die Stadt Bremgarten stellt deshalb nach Absprache mit dem Kanton Aargau die Geschützte Sanitätsstelle zur Verfügung.

120 Plätze von September bis März

Dort sollen von September 2024 bis März 2025 bis zu 120 Asylsuchende Platz finden. Wie das Aargauer Sozialdepartement in einer Mitteilung schreibt, wird das Staatssekretariat für Migration die Unterkunft für allein reisende Personen einsetzen. Für die Bevölkerung werde das SEM vorgängig eine öffentliche Informationsveranstaltung inklusive Besichtigung der Sanitätsstelle organisieren. Betreut werden die Asylsuchenden durch die ORS Service AG, die auch für kantonale Notunterkünfte im Aargau zuständig ist. Für die Sicherheit ist das Unternehmen Securitas zuständig.

Weiterführung als kantonale Notunterkunft

Nach Ablauf der Frist im März 2025 könnte die Geschützte Sanitätsstelle in Bremgarten zudem als kantonale Notunterkunft weitergeführt werden. Das Sozialdepartement schreibt dazu: «Nach Ende der befristeten Nutzung durch das SEM wird der kantonale Sozialdienst die Geschützte Sanitätsstelle Bremgarten nach Absprache mit der Stadt als temporäre Notunterkunft nutzen, wenn aufgrund der Zuweisungen von Personen aus dem Asylbereich respektive den verfügbaren kantonalen Kapazitäten Bedarf besteht.»

Dafür werde der Sozialdienst ein Baugesuch zur befristeten Einrichtung oberirdischer Aufenthaltsräume in Form von Containern einreichen. Weil zudem die Infrastruktur für das Zubereiten von Mahlzeiten unzureichend ist, setzt sowohl der Kanton Aargau wie auch der Bund «nach Möglichkeit auf einen ortsgebundenen Mahlzeitendienst».

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veröffentlicht: 11. Juli 2024 09:38
aktualisiert: 11. Juli 2024 19:09
Quelle: ArgoviaToday

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