Aargau/Solothurn

«Fressbalken-Rennen»: 24-Jähriger steht nach Raser-Unfall auf A1 vor Gericht

10 Monate bedingt

«Fressbalken-Rennen»: 24-Jähriger steht nach Raser-Unfall auf A1 vor Gericht

· Online seit 05.01.2024, 20:13 Uhr
Die Autobahnraststätte Würenlos, schweizweit besser bekannt als «Fressbalken», wird nicht nur zum Rasten, sondern auch zum Rasen benutzt. Eine Gruppe von jungen Leuten hatte sich im Sommer 2022 zu einem Rennen verabredet – dieses endete in einem Unfall. Einer der Beteiligten musste sich dafür nun vor Gericht verantworten.

Quelle: Tele M1

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Beim Unfall im Rahmen eines Strassenrennens auf der Autobahn A1 im Sommer 2022 verletzten sich zwei Frauen. Ein 24-Jähriger musste am Donnerstag dafür vor Gericht grade stehen.

Mit 150 km/h über A1 gerast

Das Auto habe ihm Freiheit gegeben, erklärte sich der 24-jährige Angeklagte. Eine Freiheit, die er heute nicht mehr hat. Denn: Er geht mittlerweile nur noch zu Fuss von A nach B. Dies weil er sich 2022 mit seinem Sportwagen ein Rennen gegen eine Kollegin leistete. Mit einer Geschwindigkeit von über 150 Kilometern pro Stunde verursachte er dann auf der Autobahn A1 einen Unfall. Bei jenem verletzten sich seine Kollegin und deren Beifahrerin.

Seine Beteiligung am Rennen streitete der junge Mann dann aber zuerst ab. Als die Polizei ihn an seiner Wohnadresse aufsuchte, verleugnete er, am Steuer des Sportwagens gesessen zu haben und behauptete, ein Kollege sei gefahren. Besonders pikant: Der 24-Jährige hatte zu diesem Zeitpunkt keinen Führerausweis.

Raststätte ist als Hotspot für Autoposer bekannt

Der «Fressbalken», wie die Raststätte Würenlos mit Übernamen heisst, ist ein beliebter Treffpunkt für sogenannte Auto-Poser. Das weiss auch die Polizei: «Uns wie auch anderen ist bekannt, dass man sich vor allem in den warmen Sommermonaten dort trifft, wir haben aber genau dann ein Augenmerk auf Verstösse», erklärt Kapo-Mediensprecherin Lisa Wickihalter.

Angeklagter zeigt Reue vor Gericht

Vor Gericht zeigte der Angeklagte Reue und kämpfte mehrmals mit den Tränen. Es täte ihm leid und er wisse nicht, wieso er dies alles getan habe, sagte der 24-Jährige beim Prozess am Bezirksgericht Brugg am Donnerstag. Auto fährt er nicht mehr und mit den meisten seiner ehemaligen Bekannten aus der Poser-Szene hat er keinen Kontakt mehr.

Verurteilt wurde er nun zu einer bedingten Freiheitsstrafe von zehn Monaten.

veröffentlicht: 5. Januar 2024 20:13
aktualisiert: 5. Januar 2024 20:13
Quelle: ArgoviaToday

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