Riesige Solidaritätswelle

1700 Personen unterschreiben Petition für Erhalt des Rheinfelder Quartierladens

20. Oktober 2022, 09:15 Uhr
Der Denner-Laden im Rheinfelder Quartier Robersten steht vor einer ungewissen Zukunft. Gemäss Stadt sorgt er für Verkehrsüberlastungen. Zudem verlangt sie für die Sonntagsöffnungszeiten ein nachträgliches Baugesuch.
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Der Denner-Laden im Rheinfelder Quartier Robersten wird von einer Solidaritätswelle getragen. Dies zeigte sich am Mittwochnachmittag bei der Petitionsübergabe zum Erhalt des Quartierladens. Die Initiantinnen Franziska Wüthrich, Ursula Köfer und Sabine Dagrada überreichten die Unterschriften, die sie in den vergangenen Wochen online und per Listen physisch gesammelt hatten, an Stadtschreiber Roger Erdin.

Rheinfelder Bewohnerinnen und Bewohner halten zusammen

Zusammengerechnet unterschrieben rund 1700 Personen die Petition. Davon kamen rund 1200 Unterschriften aus der Hand von Bewohnerinnen und Bewohnern aus Rheinfelden. Erdin sagte: «Das ist eine beeindruckende Dokumentation und zeigt, wie wichtig der Laden für das Quartier ist.» Erdin versicherte, dass es auch dem Stadtrat ein Anliegen sei, dass der Laden erhalten bliebe.

Gleichzeitig aber verwies Erdin darauf, dass es sich bei einer Petition um eine Bittschrift handle, mit der lediglich ein Anspruch auf Antwort einhergehe. Wie es mit dem Denner-Laden im Quartier weitergehe, hinge vom Baugesuchsverfahren ab.

Verkehrsüberlastungen und gefährliche Situationen

Hintergrund der derzeit noch ungewissen Zukunft des Ladens ist, dass dieser gemäss Stadt zuweilen für Verkehrsüberlastungen und gefährliche Situationen sorge. Für die Sonntagsöffnung, die nicht bewilligt ist, verlangt die Stadt ein nachträgliches Baugesuch. Gemäss Erdin steht das Baugesuch noch aus. Er betonte aber, dass Gespräche hinsichtlich einer Lösung geführt würden.

(Dennis Kalt/Aargauer Zeitung)

Quelle: Aargauer Zeitung
veröffentlicht: 20. Oktober 2022 09:15
aktualisiert: 20. Oktober 2022 09:15