Ausverkauft

Die Nachfrage nach Rheinfelder Shrimps ist zu Weihnachten riesig

17. Dezember 2022, 07:43 Uhr
Die erntefrischen Shrimps aus der Rheinfelder Zucht sind ausverkauft. Die Nachfrage sowohl bei Privaten als auch bei Gastronomen übersteigt in der Weihnachtszeit die Erntemenge deutlich.
Das Rheinfelder Unternehmen hat vor den Festtagen allerhand zu tun.
© Simon von Gunten Fotografie
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Für Rafael Waber könnten die Geschäfte derzeit nicht besser laufen. «Die Nachfrage übersteigt unser Angebot», fügt der Gründer und Geschäftsführer der Swiss Shrimp AG in Rheinfelden an. Die erntefrischen Shrimps sind ausverkauft. «Neue Bestellungen müssen wir leider ablehnen und die Kundinnen und Kunden vertrösten», sagt Waber.

«Gerne hätten wir mehr erntereife Shrimps in unseren Becken, die wir nun verkaufen könnten», sagt er. Das aber ist, dem Konzept der Zucht geschuldet, schlicht nicht möglich. Sie verkauft nämlich nur erntefrische und nie tiefgefrorene Shrimps. Und die Produktion im Unternehmen, das 2018 die ersten Shrimps geerntet hat, wird zudem weiterhin nach und nach ausgebaut.

Quadrolini und Suppe als No-Food-Waste-Lösung

Das sei zwar ein Nachteil, sagt Waber, aber: «Dafür sind wir konsequent und bleiben unserer Haltung treu.» Und im nächsten Jahr wird die Zucht mehr Mengen zur Verfügung haben, weil die Jahresproduktionsmenge gesteigert wird.

Aber es gibt auch eine gute Nachricht für alle, die schon dieses Weihnachten eine der Delikatessen aus der Zucht auftischen wollen, denn: «Total ausverkauft sind wir trotzdem nicht», sagt Waber. Für die Festtagswochen produziert die Zucht nämlich gemeinsam mit einer Berner Teigwarenmanufaktur jeweils Shrimp-Quadrolini und Shrimpsuppe im Voraus vor.

Mitarbeitende haben mehr zu tun

Es ist dies im Sinne des No-Food-Waste-Konzepts des Unternehmens – verarbeitet werden Shrimps, die aufgrund von Makeln wie beispielsweise fehlerhaften Schalen nicht verkauft werden können. Neben den Quadrolini und der Suppe ist im Swiss-Shrimp-Onlineshop etwa auch ein «Jus de Crevettes» erhältlich.

Die grosse Nachfrage fordert dabei auch die Mitarbeitenden in der Shrimpszucht: Sie haben in diesen Tagen mehr zu tun. «Ein Teil der Mitarbeitenden fokussiert sich während der Weihnachtszeit auch auf andere Tätigkeiten als gewohnt», sagt Waber. So packen etwa die Mitarbeitenden innerhalb der Aquakultur nun beim Ernten mit an.

In einigen Wochen soll es dann auch wieder erntefrische Shrimps zu kaufen geben. Geerntet werden diese jeweils am Tag der Auslieferung. Rafael Waber macht ein Beispiel: Die Ernte startet um 6 Uhr morgens, wenige Stunden später haben die Shrimps die Farm bereits verlassen und werden so am Folgetag geliefert.

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Besonders beliebt sind gerade bei den Bestellungen von Privaten Shrimps ohne Kopf. Gastronomen wiederum interessieren sich auch für die Köpfe der Meerestiere, die sie etwa für Fischsuppen verwenden. «Was viele nicht wissen: Der feine Geschmack der Shrimps steckt im Kopf», sagt Waber.

(Aargauer Zeitung/Nadine Böni)

Quelle: Aargauer Zeitung
veröffentlicht: 17. Dezember 2022 09:03
aktualisiert: 17. Dezember 2022 09:03