Aargau/Solothurn
Fricktal

Fricktaler bestellt Fake-Waffe auf Ebay und wird verurteilt

Unwissenheit

Aargauer (22) bestellt Gel-Pistole auf Ebay und verstösst gegen das Waffengesetz

06.04.2024, 09:07 Uhr
· Online seit 06.04.2024, 08:50 Uhr
Auch wenn es sich nicht um eine tödliche Waffe handelt, verstossen viele Spielzeugpistolen in der Schweiz gegen das Waffengesetz. Ein Fricktaler hat das am eigenen Leib erfahren müssen und wurde nun bestraft.
Anzeige

Ein 22-jähriger Mann aus dem Fricktal hat sich im letzten Oktober über die Kleinanzeigen-Plattform Ebay ein Gel Bullet Gewehr AK47 und eine Gel Bullet Pistole Glock GLE 817 bestellt. Dabei handelt es sich um Waffen, die echt aussehen, aber «nur» Gel-Kugeln schiessen. Nach der Bestellung wartete der Fricktaler auf das Paket, welches allerdings nie ankam.

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht

Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit hat seine Bestellung laut der Aargauer Staatsanwaltschaft zurückbehalten. Diese Waffen dürfen ausschliesslich mit einer kantonalen Ausnahmebewilligung in die Schweiz eingeführt werden. Der 22-Jährige hatte jedoch keine.

Scan den QR-Code

Du willst keine News mehr verpassen? Hol dir die Today-App.

Der 22-jährige Aargauer gab an, von dieser Bewilligung nichts gewusst haben. Für die Aargauer Staatsanwaltschaft ist dies keine Entschuldigung. Er hätte sich nämlich vor der Bestellung ausreichend informieren müssen.

Eine teure Bestellung

Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, gegen das Waffengesetz verstossen zu haben. Daher wurde er per Strafbefehl zu einer bedingten Geldstrafe von 3000 Franken verurteilt. Dies aufgeschoben bei einer Probezeit von 2 Jahren.

Dazu kommt eine Busse von 750 Franken und Gebühren in Höhe von 940 Franken. Die Waffen werden eingezogen und vernichtet. Das Urteil wird im Strafregister eingetragen.

veröffentlicht: 6. April 2024 08:50
aktualisiert: 6. April 2024 09:07
Quelle: ArgoviaToday

Anzeige

Mehr für dich

Anzeige
Anzeige
argoviatoday@chmedia.ch