Stein macht alleine weiter

Grenzüberschreitender E-Bike-Verleih nur noch auf Schweizer Seite

13. Dezember 2022, 15:20 Uhr
Nachdem Bad Säckingen bereits im August aus dem grenzüberschreitenden E-Bike-Verleih ausgestiegen ist, macht die Schweizer Gemeinde Stein nun auf eigene Faust weiter – allerdings nur auf der Schweizer Seite. Details werden demnächst noch ausgearbeitet.
Der grenzüberschreitende E-Bike-Verleih soll nur noch auf Schweizer Seite stattfinden. (Symbolbild)
© Getty Images
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Die Stadtwerke Bad Säckingen hatten den E-Bike-Verleih auf der deutschen Seite betreut, allerdings bereits im August den Service wieder eingestellt. Nun will die Gemeinde Stein alleine weiter machen. Es soll ein kleiner Beitrag an den Verkehr im Sisslerfeld werden, wie der Gemeindeammann Beat Käser in der Einwohnergemeindeversammlung erklärte.

Projekt auf Ende Oktober eingestellt

Laut der «Badischen Zeitung» habe dort ein Bürger nachgefragt, was es mit den im Budget 2023 aufgeführten 45'000 Franken für den Kauf von 19 E-Bikes auf sich habe. Es handle sich dabei um den Erwerb aus dem Veloverleih in Stein und Bad Säckingen. Der bisherige Betreiber des grenzüberschreitenden E-Bike-Verleihs, eine Firma aus München, hatte das Projekt, das die Bahnhöfe auf Deutscher und auf Schweizer Seite sowie das Gewerbegebiet «Sisslerfeld» verband, nach rund 16 Monaten auf Ende Oktober 2022 eingestellt.

Jedoch will Stein den E-Bike-Verleih weiterhin anbieten, heisst es weiter. Wie das aussehen soll, sei allerdings noch nicht genau definiert worden. Der Erwerb der E-Bikes und die Betriebsorganisation seien bereits vertraglich geregelt. Das Velo können auf der anderen Rheinseite nicht mehr abgeben werden, so Käser.

Kein Trinkwasser aus Deutschland

Darüber hinaus soll auf der Einwohnergemeindeversammlung auch über die Trinkwasserversorgung von Stein gesprochen worden sein. Da das Grundwasserpumpwerk Bäumliacker in Stein aufgegeben werden soll, wurde die Stadt Bad Säckingen angefragt, ob sie Stein und Münchwilen mit eigenem Wasser beliefern würde. Bad Säckingen lehnte jedoch ab, denn mittelfristig sei die Stadt nicht in der Lage, genügend Wasser zu liefern. Eine Alternative wäre ein Pumpwerk im Hardwald zwischen Eiken und Sisseln. Somit bliebe Stein autonom. Die Gemeinde Stein will das Pumpwerk selbst bauen. Es wird nicht billig, erklärte Gemeindeammann Käser auf Anfrage der «Badischen Zeitung».

(red.)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 13. Dezember 2022 15:25
aktualisiert: 13. Dezember 2022 15:25