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ASE-Anlagebetrug

Härtere Strafe für Ex-Verwaltungsratspräsidenten

20. Mai 2021, 11:56 Uhr
Der ehemalige VR-Präsident der «ASE Investment AG» muss viereinhalb Jahre hinter Gitter.
© Keystone
Im Fall des Anlagebetrugs der ASE Investment AG hat das Aargauer Obergericht ein neues Urteil gefällt. Es verurteilte den ehemaligen Verwaltungsratspräsidenten der Firma zu einer Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren.

Dieser habe sich der mehrfachen qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung, der mehrfachen Geldwäscherei und der Misswirtschaft schuldig gemacht, hiess es im am Donnerstag veröffentlichten Urteil. Ursprünglich hatte das Obergericht den Mann zu einer Freiheitsstrafe von 28 Monaten verurteilt. Diesen Schuldspruch hob das Bundesgericht im Juni vergangenen Jahres auf.

Die im aargauischen Fricktal ansässige Vermögensverwalterin ASE Investment AG hatte Anleger mit Renditeversprechen von bis zu 18 Prozent angelockt. In Tat und Wahrheit handelte es sich um ein Schneeballsystem. Treibende Kraft der Machenschaften war der Geschäftsführer der ASE, der seine Freiheitsstrafe bereits verbüsst hat.

Der Verwaltungsratspräsident stellte sich im Strafverfahren jeweils als unwissend dar. Er war Hinweisen auf unsaubere Geschäfte des Geschäftsleiters nicht nachgegangen.

Die Staatsanwaltschaft gelangte gegen den ursprünglichen Entscheid des Obergerichts an das Bundesgericht. Das neue Urteil des Obergerichts ist noch nicht rechtskräftig. (sda)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 20. Mai 2021 11:56
aktualisiert: 20. Mai 2021 11:56