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Rheinfelder Taucher erleiden Rückschlag bei Forschungsprojekt

St. Anna-Loch

Rheinfelder Taucher erleiden Rückschlag bei Forschungsprojekt

· Online seit 29.03.2023, 15:05 Uhr
Über das St. Anna-Loch bei Rheinfelden gibt es zahlreiche Mythen und Geschichten. Eine Gruppe von Forschern will diesen auf den Grund gehen. Das Projekt sollte eigentlich durch eine Crowdfunding-Kampagne finanziert werden, deren Ziel leider nicht erreicht wurde. Dennoch kommt Aufgeben nicht infrage.

Quelle: ArgoviaToday / Severin Mayer

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Es ist ein Ort, der viele fasziniert und über den kaum etwas bekannt ist. Die Tauchgruppe «xPLORIS» will das ändern. Seit Wochen erkunden sie regelmässig das Rheinfelder St. Anna-Loch und versuchen rund um das Inseli, einige Geheimnisse zu entschlüsseln. «Wir waren im Flachwasser unterwegs, im sogenannten ‹Trümmerfeld Alpha›. Das ist eigentlich der einfachere Bereich zum Tauchen und dort liegen viele Mauerfragmente», erklärte Projektleiter Petar Ljubicic im Februar gegenüber ArgoviaToday. Neben Velos und einem Mauerfragment hat die Tauchgruppe recht viele Welse im Rhein entdeckt.

Projektziel verfehlt

Das Projekt war eigentlich auf einen längeren Zeitraum ausgelegt. Die Taucherinnen und Taucher arbeiten ehrenamtlich, daher lancierte Ljubicic eine Crowdfunding-Kampagne mit dem Ziel 15'000 Franken zu sammeln. Das benötigte er und seine Tauchergruppe unter anderem für die Ergänzung ihrer Ausrüstung, mit der sie in 3D-Modell des St. Anna-Lochs und der Umgebung des Rheininseli erstellen und Daten für die Forschung der Kantonsarchäologie liefern wollten.

Jetzt erlebte das Projekt jedoch einen Rückschlag. Die angestrebten 15'000 Franken wurden nicht erreicht. «6481 Franken sind über die Plattform Wemakeit zusammengekommen, ausserdem wollen uns noch diverse Vereine und Privatpersonen direkt unterstützen", erklärt Ljubicic gegenüber der «Badischen Zeitung».

Wie soll es nun weitergehen? 

Weil die Zielsumme verfehlt wurde, wird das Geld, welches über die Plattform eingegangen ist, wieder an die Spender zurückgeschickt. «Es gilt hier leider das Prinzip ‹alles oder nichts›.» Die direkten Spenden sollen genutzt werden, um Teilprojekte realisieren zu können, so Ljubicic. Allerdings hat der Taucher auch mehr erwartet: «Eine gewisse Enttäuschung schwingt natürlich schon mit. Aber wir haben viele tolle Menschen kennengelernt in den letzten Monaten», betont er.

Dennoch hält die Forschungsgruppe an dem Projekt fest. «Es begeistert uns nach wie vor sehr stark. Das Ziel bliebt das gleiche, der zeitliche Horizont wird sich jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach hinten verschieben», meint der Projektleiter. Ursprünglich sollte das Projekt innerhalb weniger Wochen abgeschlossen werden, jetzt wird es aber wohl mehr Zeit in Anspruch nehmen. «Erste Tests mit dem Multibeam-Sonar sind erfolgversprechend. Ein umfassendes 3D-Modell des St. Anna-Lochs möchten wir bis zum Sommer realisieren», sagt er weiter.

(sib)

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veröffentlicht: 29. März 2023 15:05
aktualisiert: 29. März 2023 15:05
Quelle: ArgoviaToday

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