Methadonmangel

«Für Betroffene ist das schlimm und sehr schmerzhaft»

6. Januar 2023, 20:57 Uhr
Die Aargauer Pharmafirma Amino AG wurde von Swissmedic vorerst geschlossen. Der Inhaber hat gegen das Heilmittel- und Betäubungsmittelgesetz verstossen. Für Betroffene, die Methadon konsumieren, könnte das bald zu einem Problem werden.
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Was die Amino AG bis Anfang Dezember noch produzieren durfte, liegt nun in Gebenstorf im Lager. Darunter auch grosse Mengen an Methadon-Präparate oder Morphium. Das könnte vor allem für diejenigen bald zum Problem werden, die Methadon und andere Betäubungsmittel konsumieren. Das berichten Personen rund um den Bahnhof in Brugg gegenüber Tele M1.

«Ich müsste wieder auf die Gasse gehen, um Drogen zu kaufen. Dann würde ich wieder völlig abstürzen und das ist nicht gut», so ein Passant. Im Aargau bezieht unter anderem der Psychiatrische Dienst in Königsfelden Methadon für die Abgabestelle. Und in den Solothurner Spitälern holen sich die Abhängigen ebenfalls das Betäubungsmittel bei der Psychiatrischen Klinik ab. Würde das Methadon ausgehen, hätte das gravierende Folgen, erklärt der leitende Arzt Peter Schwörer. «Das wäre sehr schlimm, sehr schmerzhaft und hätte massive Auswirkungen körperlicher Art. Und auch die Stimmung wäre betroffen.»

Wegen eines Bundesgerichtsurteils stehen die Anlagen beim schweizweit grössten Methadonproduzenten Amino AG seit einer Woche still. Wann es weitergehen kann, hängt nun an einer neuen Bewilligung von Swissmedic.

Quelle: ArgoviaToday / Severin Mayer

Wie die Szene die Schliessung aufnimmt, siehst du oben im Beitrag.

(red.)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 6. Januar 2023 20:56
aktualisiert: 6. Januar 2023 20:57