Brand im Wasseramt

Geht der Feuerteufel wieder um?

4. Dezember 2022, 19:32 Uhr
In Oekingen im Solothurner Wasseramt standen heute am frühen Morgen ein Auto und ein Schopf in Vollbrand. Menschen kamen dabei keine zu Schaden. In der Region weckt der Brand böse Erinnerungen an die Brandserie des mutmasslichen Feuerteufels.
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Kurz nach 5 Uhr heute Morgen brach das Feuer an der Waldstrasse in Oekingen aus. Als die Feuerwehr eintraf, stand die eine Dachstockhälfte bereits in Vollbrand. «Es ist erschreckend, was hier immer wieder passiert. Plötzlich ist es so nah», berichtet Verena Aebi-Affolter, die vom Brand aus dem Schlaf gerissen wurde.

Das Feuer ist vermutlich von einem brennenden Auto auf das Holzdach übergegangen. Bei vielen Wasserämtern kommen Erinnerungen an die unheimliche Brandserie im letzten Frühling auf. Ganze zwölf Mal hat es im April und Mai 2022 gebrannt. «Sicher war das Brandstiftung. Das Auto fängt nicht einfach so an zu brennen. Das hat jemand angezündet», ärgert sich ein Anwohner.

Verhafteter Feuerwehrmann wieder auf freiem Fuss

Schuld an der Bandserie im letzten Frühling soll laut der Solothurner Staatsanwaltschaft ein 33-jähriger Feuerwehrmann sein. Dieser bestreitet jedoch die Taten. Brisant: Seit zwei Monaten ist der Mann wieder auf freiem Fuss.

Noch ist nicht geklärt, ob es sich beim heutigen Feuer um eine Brandstiftung handelt. «Es ist noch unklar, es könnte auch ein technischer Defekt am Auto gewesen sein. Wir werden jetzt unsere Arbeit aufnehmen, um die Ursache zu finden», erklärt Dario Panzeri von der Kantonspolizei Solothurn.

Ungutes Gefühl in der Bevölkerung

«Wir hoffen, dass die Brände nun nicht wieder von Neuem losgehen. Das macht schon angst, was heute passiert ist», sagt eine Anwohnerin. Im Wasseramt hofft man, dass die Brandermittler von der Polizei die Ursache bald klären können.

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 4. Dezember 2022 21:04
aktualisiert: 4. Dezember 2022 21:04