Ermittlungsfehler?

«Inhaltlich wurden leider nicht alle Informationen weitergegeben»

24. Oktober 2022, 20:11 Uhr
Vor über 20 Tagen ist einem Gefangenen die Flucht aus einem Transport in Aarau gelungen. Seither fehlt von Armin T. jede Spur. Jetzt muss die Polizei Solothurn eingestehen, dass sie Bilder einer Überwachungskamera nicht weitergeleitet haben.
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Bislang liefen alle Fahndungen erfolglos – Armin T. ist am 4. Oktober am Bahnhof in Aarau aus dem Gefangentransport geflohen und bisher noch nicht gefunden worden. Laut «blick.ch» soll der Geflohene in der Region Olten gesichtet worden sein. Die Solothurner Polizei soll daraufhin aus der Bevölkerung Hinweise erhalten haben, die sie allerdings nicht ernst genommen haben.

«Tatsache ist, dass wir einen Hinweis aus der Bevölkerung erhalten und diesen auch an den Kanton Aargau weitergeleitet haben, allerdings unvollständig. Konkret war es so, dass vorliegendes Videomaterial nicht erwähnt wurde, welches womöglich die gesuchte Person einige Stunden zuvor gezeigt hat», so Andreas Mock, Medienchef der Kantonspolizei Aargau, zu Tele M1. Die Polizei spricht von einem Fehler, der so nicht hätte vorkommen dürfen – auch wenn es bisher nicht geklärt ist, ob es sich tatsächlich um den Gesuchten auf dem Überwachungsbild handelt.

In der Solothurner Zentrale klingelt pro Tage etwa tausend mal das Telefon, dennoch passieren solche Pannen sehr selten. Die Weitergabe solcher Informationen erfolgt meistens mündlich, weil «der Informationsaustausch und die Weitergabe schnell und unkompliziert passieren muss. Das geht am Telefon meistens besser.» Jedoch steige da auch die Gefahr, dass dabei etwas vergessen geht. Mehr Informationen bekommst du im Beitrag von Tele M1.

(red.)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 24. Oktober 2022 20:11
aktualisiert: 24. Oktober 2022 20:11