Aargau/Solothurn

«Klein, aber fein!» Aargauer Winzer versöhnlich mit dem Weinjahr 2021

Weinlese

Trotz weniger Ertrag: Aargauer Winzer versöhnlich mit dem Weinjahr 2021

· Online seit 23.10.2021, 12:13 Uhr
Die Weinlese im Aargau ist beendet und der nasse Sommer hat bei vielen Winzern nichts Gutes erahnen lassen. Die Erträge fallen, wie erwartet, sehr klein aus, doch sticht die Qualität der Aargauer Weine in diesem Jahr besonders heraus.
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Die diesjährige Weinlese neigt sich in den Aargauer Reben dem Ende zu und trotz der sehr unbeständigen und nassen Witterungen im Sommer sind die Winzer recht versöhnlich mit dem Weinjahr 2021. Vor allem der sehr schöne und weitestgehend trockene Herbst sorgte abschliessend für den nötigen Aufschwung.

«Es war ein recht schwieriges Rebjahr», berichtet Peter Büchli vom Weingut Büchli in Effingen.  Der lange Frost im Winter und die vielen Niederschläge im Sommer haben nichts Gutes erwarten lassen. Die Befürchtungen eines eher mittelmässigen Jahrganges haben sich glücklicherweise nicht ganz bestätigen können. Die Ernte fällt zwar viel geringer aus, bei einigen Rebsorten bis zu 70 Prozent weniger als sonst, dennoch ist Büchli glücklich über seinen Ertrag. «Die Weine werden schön fruchtig und sehr frisch.»

Das bestätigt auch Winzerin Judith Schödler vom Weingut Schödler in Villigen. «Die Weine sind diesmal keine Alkoholbomben, sondern eher leicht und sehr fruchtig.» Alles in allem ist auch sie sehr zufrieden mit dem Weinjahr. «Wir haben nach dem Sommer nichts erwartet, umso schöner ist es doch, dass die bisher eingefahrene Ernte sehr hochwertig ist.»

Von allen Sorten zu wenig

Vor allem der Sauvignon Blanc schneidet in diesem durchwachsenen Rebjahr sehr gut ab. Auf den freut sich auch Andreas Meier, Inhaber des Weinguts zum Sternen in Würenlingen, der die Traubenlese schon beendet hat. «Die Weissweine haben sich in diesem Jahr doch noch gut entwickelt», so Meier zu ArgoviaToday. Das war nach den Witterungen und dem etwaigen Pilzbefall so nicht vorauszuahnen. Denn: Auch seine Ernte ist in diesem Jahr kleiner ausgefallen als erhofft. Von allen Sorten habe er zu wenig, dennoch sei er sehr gespannt auf den diesjährigen Sauvignon Blanc, Chardonnay und besonders auf die Schaumweine. «Die ersten Weine des Jahrgangs 2021 können wir hoffentlich schon im kommenden Frühjahr präsentieren», meint Meier abschliessend.

(sib)

veröffentlicht: 23. Oktober 2021 12:13
aktualisiert: 23. Oktober 2021 12:13
Quelle: ArgoviaToday

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