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Kantonsspital Aarau

Kommt es im Kanton Aargau bald zu Triage-Entscheiden?

28. Dezember 2021, 20:23 Uhr
Seit Omikron in der Schweiz grassiert, kommen die Spitäler an ihre Kapazitätsgrenzen. Die Triage ist nur eine Frage der Zeit – wie der Kanton Luzern heute verdeutlichte. Wie sieht es beim Kantonsspital Aarau aus?
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Quelle: TeleM1

Die Belegungszahlen der Intensiv-Stationen sind bei den Diskussionen um die Corona-Massnahmen wohl die härteste Währung. Seit Omikron nähern sich die Spitäler an ihre Kapazitätsgrenzen. Somit rückt eine Triage bedrohlich nahe.

Am Dienstag zogen der Regierungsrat und die Verantwortlichen der Luzerner Spitäler ein düsteres Bild der Covid-Lage. Es sei fünf nach zwölf, sagte Graf. Die Luzerner Spitäler reagierten mit verschiedenen Massnahmen. Der Operationsbetrieb wurde am Kantonsspital in Luzern um 30 Prozent reduziert, Wahleingriffe werden verschoben. Ab Mittwoch gilt ein Besuchsverbot. Wie sieht die Lage im Kantonsspital Aarau aus? 

Kommt schon bald der Triage-Entscheid?

Im Kanton Aargau zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. Von 45 Intensivbetten sind Stand heute 41 belegt. Über die Hälfte sind Coronapatienten. Gemäss Christoph Fux, Chefarzt Infektiologie und Infektionsprävention, ist die Kapazitätsgrenze im Kanton erreicht. Darum wurden Patienten schon in andere Kantone verlegt. 

«Die Verlegungen sind der erste Schritt, eine Triage zu verhindern. Wenn man niemanden mehr findet zum Unterbringen an einem anderen Ort, dann beginnt die Triage» so Fux. 

Dass Omikron innerhalb von zwei Wochen schon über fünfzig Prozent der Corona-Infektionen ausmache, zeige, dass die Massnahmen ungenügend seien. Fux: «Entsprechend braucht es mehr Sorgfalt und mehr Vorsicht, dass es nicht noch mehr Fälle gibt.» Fux rät, an Silvester lieber mal zu Hause bleiben und boostern. Dafür werden laufend neue Termin aufgeschaltet. 

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 28. Dezember 2021 20:24
aktualisiert: 28. Dezember 2021 20:23