Kantonspolizei warnt

Massiv mehr Einbrüche: So schützt du dich über die Festtage vor Einbrüchen

20. Dezember 2021, 18:04 Uhr
Die Kantonspolizei Aargau verzeichnet weiterhin viele Wohnungseinbrüche. Bis jetzt wurden 30 Prozent mehr Einbrüche als im Vorjahr registriert, besonders die Bezirke Brugg und Baden sind derzeit bei Einbrechern beliebt. Und dabei steht die beliebteste Zeit der Einbrecher noch bevor.
In Baden und Brugg hatten es Einbrecher in den letzten Tagen auf Kellerabteile in Mehrfamilienhäusern abgesehen.
© KEYSTONE/DPA/SILAS STEIN

Die Kantonspolizei verzeichnet seit der Umstellung auf die Winterzeit 230 Einbrüche. Das sind rund doppelt so viele wie zur gleichen Zeit im letzten Jahr und insgesamt 30 Prozent mehr als 2019.

«Aktuell vergeht kein Tag, an dem nicht eingebrochen wird», sagt Bernhard Graser, Mediensprecher der Kantonspolizei Aargau. Die Menschen sind wieder mehr unterwegs und das zeigt sich auch an den Einbruchszahlen. Nicht nur bei den Opfern von Einbrüchen, sondern auch bei den Tätern. «Wir haben es wieder vermehrt mit grenzüberschreitenden Tätern zu tun, die beispielsweise mit dem Auto aus dem Elsass kommen und am gleichen Tag wieder über die Grenzen fahren.»

Passend zur Jahreszeit schlagen die Einbrecher vorwiegend in den frühen Abendstunden zu. Ihr Ziel sind Einfamilienhäuser und Parterrewohnungen, die sie nach Bargeld, Uhren und Schmuck durchsuchen. Ebenso im Fokus sind Kellerräume und Sammelgaragen, woraus praktisch täglich E-Bikes entwendet werden.

Wieso in Brugg und Baden häufiger eingebrochen wird

Am meisten betroffen sind aktuell die Bezirke Baden und Brugg. Allgemein besteht in Gemeinden entlang von Autobahnen und Hauptachsen ein erhöhtes Risiko. «Gerade in Brugg haben wir ein interessantes Phänomen: Durch den neuen Zubringer und die neue Umfahrung ist in diesem Bereich mehr Mobilität dazu gekommen. Man kann einfacher an Tatorte hinfahren und schneller auf der Autobahn verschwinden», erklärt Graser. «Man sieht, dass Einbrecher blitzartig auf solche neuen Begebenheiten reagieren.»

Erfahrungsgemäss hält die Einbruchshochsaison noch bis zum Jahresende an, um dann allmählich abzuflachen. Gerade über Weihnachten nutzen Kriminelle die Abwesenheit für Feiern und Ferien, um zuzuschlagen. Deshalb gibt die Polizei folgende Tipps, um einem Einbruch vorzubeugen:

  • Gib deinem Haus einen bewohnten Eindruck. Lass das Licht grosszügig brennen, wenn du ausser Haus bist.
  • Zu oft finden Einbrecher die Haus- und Terassentüren unverschlossen vor. Schliesse diese immer ab. 
  • Feiern die Nachbarn auswärts? Achte auf das Nachbarhaus und melde verdächtige Beobachtungen sofort der Polizei unter 117. 

(red.)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 20. Dezember 2021 18:11
aktualisiert: 20. Dezember 2021 18:11
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