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Flugzeugabsturz Subingen

Motor der Bücker soll vor dem Absturz Probleme gemacht haben

22. Juli 2021, 19:02 Uhr
Am Dienstagabend stürzte in Subingen SO eine Bücker, Baujahr 1936, in ein Feld ab. Recherchen zeigen nicht nur, dass der Doppeldecker den beiden Insassen gehörte, sondern auch, dass die beiden zuvor am Motor herumgeschraubt haben sollen.
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Quelle: TeleM1

Der Schock nach dem Flugzeugabsturz sitzt bei den Bewohnern der Gemeinde Subingen noch tief. Das Doppeldecker-Flugzeug stürzte am Dienstagabend auf ein Feld und forderte ein Todesopfer. Ein Insasse hat den Absturz überlebt, musste jedoch mit der Rega in ein Spital gebracht werden. Bei dem Überlebenden handelt es sich nach neuen Recherchen um den Mann, der das Flugzeug gesteuert hat. Gegenüber Tele M1 erzählt ein Augenzeuge, dass die beiden Insassen noch vor dem Flug am Motor der Bücker herumgeschraubt hatten. Das, weil der Motor zuvor nicht rund gelaufen sei. Erst nach dem zweiten Anlauf habe er funktioniert.

Ob das jedoch der Grund ist, weshalb die Maschine abstürzte, kann auch Rolf Bläsi, der selbst seit 25 Jahren ein Bücker-Pilot ist, nicht bestätigen. Denn auf dem Video, welches ein Augenzeuge während des Absturzes aufgenommen hat, sei dies nicht ersichtlich: «Das Video ist unscharf. Man kann nicht sehen, ob der Pilot aufgrund des Trudelns abstürzte oder ob er den Absturz noch hätte aufhalten können.» Klar ist jedoch, dass Oldtimer eigentlich sicher sind. Denn nach 50 Flugstunden muss man sie laut Bläsi in die Wartung bringen: «Die Flugzeuge wurden in den 30ern um einiges stabiler gebaut.» Was schliesslich zum Absturz der Bücker in Subingen führte, wird erst der Bericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST zeigen.

(red.)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 22. Juli 2021 19:00
aktualisiert: 22. Juli 2021 19:02