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100'000 Franken

Naturama Aargau staubt Preisgeld für mehr Biodiversität ab

9. Juni 2021, 16:48 Uhr
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Quelle: ArgoviaToday

Das Naturama Aargau ist am Dienstag mit dem Binding Preis für mehr Biodiversität ausgezeichnet worden. Mit dem Projekt «Natur findet Stadt» will das Naturama für mehr Raum für Natur und Tiere sorgen.

Wildpflanzen in der Wiese, Steinhaufen in den Gärten und Asthaufen auf der Terrasse. Mit diesen Anschaffungen will das Projekt vom Naturama Aargau für mehr Biodiversität in den Gemeinden und in privaten Gärten sorgen. Und das Projekt zeigte innert kürzester Zeit Wirkung. Denn aus insgesamt 74 eingegangenen Projekten wurde dem Projekt «Natur findet Stadt» am Dienstag der Binding Preis für Biodiversität in der Höhe von 100'000 Franken verliehen.

Biodiversität kann überall stattfinden

Sinn und Zweck hinter dem Projekt des Naturama Aargau ist, dass man mit einem Spatenstich überall für mehr Biodiversität sorgen kann. «Durch naturnahe Flächen in Gärten und auf Balkonen können kleine Naturoasen geschaffen werden, auch für Gemeinden eignet sich dieses Projekt», so Jacqueline von Arx, Projektleiterin von «Natur findet Stadt». Somit könne man zum Beispiel mit Wildpflanzen in Wiesen die Bienen anlocken, mit Steinhaufen einen Unterschlupf für Eidechsen kreieren und mit mehr Hecken Schmetterlinge anlocken. Untersuchungen zeigen, dass so auf kleinem Raum über 120 verschiedene Arten vorkommen können.

Den Grundstein für das Projekt legte 2013 die Stadt Baden in Zusammenarbeit mit der Kampagnenforum GmbH. Die Abteilung Landschaft und Gewässer der Kantonsverwaltung nahm diese Idee auf und übertrug die Weiterentwicklung an das Naturama Aargau. Momentan nehmen bereits 15 Gemeinden und 250 Privatleute an dem Projekt teil. Gemeinsam können sie eine neue Naturfläche von 45’000 Quadratmetern schaffen, was mehr als sechs Fussballfeldern entspricht.

100’000 Franken Preisgeld

Was das Naturama Aarau genau mit dem saftigen Preisgeld anstellt, ist noch nicht klar. So könnte sich von Arx vorstellen, vermehrt mit Schulen zu arbeiten, um dort für mehr Biodiversität zu sorgen: «Wir müssen uns das aber gut überlegen, da das Geld nur für zwei bis drei Projekte ausreicht. Dort muss man nämlich mit grossen Flächen arbeiten.» Weiter sagt sie, dass man nicht vergessen darf, dass auch hohe Kosten für die Projektbegleitung entstanden sind, welche noch bezahlt werden müssen. Für von Arx ist es jedoch wichtig, dass das Preisgeld schlussendlich einen Mehrwert für das Projekt haben soll.

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 9. Juni 2021 15:57
aktualisiert: 9. Juni 2021 16:48