Aargau/Solothurn

Neue Lehrberufe: Solarbranche begeistert Jugendliche, sagt Nationalrätin Gabriela Suter (SP)

Berufsbildung

«Solarbranche wird bei den Jugendlichen als ‹cool› wahrgenommen»

07.06.2024, 07:02 Uhr
· Online seit 05.06.2024, 06:30 Uhr
Im Aargau hält sich das Interesse an der Ausbildung für die neuen Solarjobs in Grenzen. Schweizweit ist man beim Fachverband Swissolar aber sehr zufrieden mit den bisherigen Anmeldungen. Laut Vizepräsidentin Gabriela Suter hat es die Solarbranche einfacher, neue Lernende zu finden, als andere Betriebe in der Baubranche.
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Im Herbst beginnen in der Schweiz zum ersten Mal Lernende ihre Ausbildung für die neuen Berufe in der Solarbranche. Damit dem Wachstum im Solarmarkt Rechnung getragen werden kann, braucht es auch in diesem Bereich neue Fachkräfte. Bis 2035 werden in der Schweiz 20'000 Vollzeitstellen benötigt.

Auch im Aargau bilden die ersten Betriebe zukünftige Solarinstallateure und Solarmonteurinnen aus. Das Interesse ist bislang noch bescheiden. «Wir rechnen aber damit, dass im Aargau noch ein paar Anmeldungen dazu kommen bis im Herbst», sagt Gabriela Suter, Aargauer Nationalrätin und Vizepräsidentin beim Fachverband Swissolar, «zudem gibt es regionale Unterschiede. Im Kanton Bern haben wir überdurchschnittlich viele Anmeldungen.»

Die neuen Lehrberufe in der Solarbranche wurden auch schon an Berufsmessen vorgestellt.

Quelle: Zukunftsberufe wie Solarmonteur sind auf der Überholspur / TeleZüri / November 2023

Schweizweit haben 163 Betriebe eine Ausbildungsbewilligung bekommen. Normalerweise geht man davon aus, dass nur die Hälfte davon ausgeschöpft wird, sagt Suter, «wir rechnen aber damit, dass es bei uns bis im August zwei Drittel sein werden.»

Über die ganze Schweiz betrachtet könne man deshalb mehr als zufrieden sein, so Gabriela Suter. «Die Zahl der Anmeldungen übertrifft unsere Erwartungen. Wir haben im Aargau keine spezifische Werbung gemacht – nur gesamtschweizerisch – und sind praktisch von null auf 100 gestartet. Deshalb ist es insgesamt ein sehr schönes Resultat.» Die Aargauer Nationalrätin ist zuversichtlich, dass es nächstes Jahr noch mehr Anmeldungen gibt. «Das muss sich natürlich auch noch etwas herumsprechen.»

Die vielen Anmeldungen zeigen, dass die Solarbranche bei den Jugendlichen als «coole» Branche wahrgenommen werde. «Hier sind sehr viele junge engagierte Leute mit dabei.» Wenn es darum geht, neue Lernende zu finden, schneide die Solarbranche im Vergleich mit anderen Berufen in der Baubranche laut Suter «wahnsinnig gut» ab.

veröffentlicht: 5. Juni 2024 06:30
aktualisiert: 7. Juni 2024 07:02
Quelle: ArgoviaToday

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