Eishockey

Swiss League passt wegen Coronapandemie das Punktesystem an

30. Dezember 2021, 18:45 Uhr
Diese Woche machte das Coronavirus gleich in mehreren Eishockey-Teams der Swiss League die Runde. Weil verschiedene Clubs in Quarantäne sind, mussten viele Spiele verschoben werden. So auch beim EHC Olten.
Auch beim EHC Olten gab es in der vergangenen Woche mehrere Corona-Fälle, die zu Spielverschiebungen führten.
© KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS

Um die laufende Saison trotzdem weiterführen zu können, hat Swiss League am Donnerstag neue Massnahmen bekannt gegeben. Eine der Änderungen betrifft die Berechnung der Punkte. Diese werden nun neu durch die Anzahl Spiele des jeweiligen Clubs geteilt.

Neue Punktemethode «sinnvollste Lösung»

Das ist laut Stephan Felder, Mediensprecher vom EHC Olten, die sinnvollste Lösung, wie er gegenüber Radio 32 im Interview erklärt. Man habe diesen Entscheid getroffen, weil nicht mehr hundertprozentig sicher sei, dass alle Mannschaften in der Qualifikation die gleiche Anzahl Spiele bestreiten werden. Deshalb sei dies die einfachste Variante, die Tabelle weiterzuführen. Für den EHC Olten hat das jedoch keine Konsequenzen – die Oltner bleiben trotz der Änderung an der Tabellenspitze.

Ebenfalls eine Änderung gibt es bei der Teamaufstellung: Bisher brauchte ein Club einen Reserve-Goalie und zwölf Feldspieler, um spielen zu dürfen. Neu brauchen Eishockeyteams fünfzehn Feldspieler. Dies, weil mehr als zehn Spiele in die Februarpause verschoben werden mussten, was ein extrem dichtes Programm zwischen Januar und März zur Folge hat. Felder erklärt: Es werden sehr viele Spiele in weniger Zeit sein – das führt zu einer zusätzlichen Belastung der Spieler. «Wenn man nun nur mit zwölf Feldspielern in so einen Match steigen würde, dann hätte jeder Spieler extrem viel Zeit auf dem Eis, welche wiederum ein erhöhtes Verletzungsrisiko mit sich bringt.»

37 Spiele für einen Meister

Die Veränderungen in der Swiss League sollen garantieren, dass es auch bei Saisonabbruch einen Meister geben kann. Damit dies möglich ist, muss jede Mannschaft insgesamt 37 Spiele oder 75 Prozent der Qualifikationsphase. Sind diese durch, kann ein Meister und somit auch der Aufsteiger gekürt werden. Trotz dieses Sicherheitsnetzes hoffen die Clubs natürlich, die Saison mit den Playoffs beenden zu können.

Die Lage sei zwar angesichts der Pandemie unsicher, trotzdem bleibe man zuversichtlich, so Felder gegenüber Radio 32: «Bereits die Hälfte der Teams haben zahlreiche Corona-Fälle. Diese werden nach und nach wieder gesund werden und dann wird schon ein grosser Teil der Spieler in dieser Liga durchseucht, also quasi immun sein.» Die Clubs gehen deshalb davon aus, dass es ab Mitte Januar wieder zu weniger Spielverschiebungen kommen wird und sie die Saison zu Ende bringen können.

(red.)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 30. Dezember 2021 19:05
aktualisiert: 30. Dezember 2021 19:05
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