Coronavirus

Omikron-Symptome? Das brauchst du für deine Hausapotheke

21. Januar 2022, 17:05 Uhr
Die Infektionszahlen steigen seit Omikron weiter und weiter: Auch Geimpfte und Geboosterte können sich anstecken. Die Hausapotheke können wir deshalb vorausschauend checken und – bei Bedarf den jeweiligen Symptomen entsprechend – etwas aufstocken.
Bei einer Omikron-Erkrankung können bestimmte Arzneimittel für Linderung sorgen. (Symbolbild)
© Getty

Eine Omikron-Infektion verläuft in der Regel eher milder. Nicht umsonst verglich Gesundheitsminister Alain Berset die Omikron-Variante mit einer Grippe oder einem Schnupfen. Trotzdem kann es hilfreich sein, das nötigste bereits zu Hause zu haben, um mögliche Symptome abzumildern und den Krankheitsverlauf so angenehm wie möglich zu gestalten. Der Aargauische Apothekerverband empfiehlt auf Anfrage von ArgoviaToday folgende Arzneimittel für deine Hausapotheke, aufgelistet nach den bislang bekannten und am häufigsten auftretenden Symptomen.

Dabei ist immer darauf zu achten, die Medikamente nicht einfach wahllos zu sich zu nehmen, sondern vor dem Start einer Therapie abzuklären, ob die Arzneimittel auch für die jeweilige Person und für die Symptomatik geeignet sind. Also wie alt ist die kranke Person, ist sie schwanger, stillt sie, nimmt die Person andere Medikamente – auf die Wechselwirkungen achten – hat die Person Allergien oder andere Krankheiten? Ist das alles abgeklärt, steht deiner Omikron-Hausapotheke nichts mehr im Wege.

Halsschmerzen

Bei Halsschmerzen empfiehlt der Aargauische Apothekerverband vor allem Lutschtabletten wie Mebucaine oder Strepsils. Sollten die Beschwerden stärker werden, dann können Halssprays wie Bucco Tantum helfen, die antibakteriell, antiseptisch und entzündungshemmend wirken. Wer lieber auf pflanzliche Alternativen setzt, der kann hier auf Spaygrom Lutschtabletten und Vogel Halsspray zurückgreifen. Als Unterstützung eher auf kalte Getränke, Wickel und Salbeiblätter kauen oder einen Tee daraus machen, kühlen und anschliessend gurgeln.

Husten

Gegen den Reizhusten helfen Produkte wie Pulmofor, Bexin, Bisolvon oder auch Neocitran Hustenstiller. Ausserdem gibt es als Alternative genügend pflanzliche Hustensirups. Bei einem produktiven Husten, der also schon schleimlösend ist, helfen neben schon genannten Arzneimitteln auch sogenannte Hustenlöser von Neocitran oder Solmucol. Zur Unterstützung dienlich sind bei Husten: Brust- und Hustentee mit Honig, generell sehr viel trinken und Kartoffelwickel auf die Brust.

Kurzatmigkeit

Bei Kurzatmigkeit unbedingt die Sauerstoffsättigung messen, wenn möglich. Ausserdem ist hier eine ärztliche Abklärung dringend von Nöten.

Fieber

Wenn dich das Fieber erwischt hat, dann versprechen vor allem Paracetamol-Präparate wie Acetalgin, Panadol oder Dafalgan etwas Linderung. Unterstützend zu den Mitteln wirken Essigsocken und Lindenblütentee zum Trinken.

Kopfschmerzen als Folge einer Covid-Infektion

Hier stehen vor allem Paracetamol und Ibuprofen auf der Liste. Dabei empfiehlt der Aargauische Apothekerverband, dass vor der Einnahme andere Medikamenten und Krankheiten abgeklärt werden müssen. Daneben solltest du viel trinken und dir besonders viel Ruhe gönnen. Bei Muskelschmerzen kann ein Entspannungsbad für Abhilfe sorgen.

Schnupfen

Gegen die berüchtigte verstopfte Nase helfen unter anderem Nasensprays von Otrivin oder Triofan. Ausserdem sorgt ein Meerwasserspray beim Spülen für eine freie Nase. Eine unterstützende Wirkung liefert eine aufgeschnittene Zwiebel neben dem Bett, ein Luftbefeuchter und viel frische Luft.

Magen-Darm-Probleme wie Übelkeit, Durchfall und Bauchschmerzen

Bei Übelkeit verspricht Itinerol, Magen- oder Ingwertee sowie Ingwertabletten etwas Linderung. Gegen Durchfall hilft Imodium sofort und du solltest viel trinken, aber schluckweise. Auch hier drängt der Apothekerverband auf eine genaue ärztliche Abklärung. Gegen den Elektrolyteverlust Perenterol einnehmen und als Alternative Cola schluckweise trinken – aber nicht zero oder light –, Salzstangen, Bouillon, Bananen und generelle Schonkost beruhigen den Magen.

Bauchschmerzen

Bevor du bei Bauschmerzen die Hausapotheke plünderst, solltest du auch hier bei deinem Arzt genau klären, was für Schmerzen es sind und welche Symptome sonst noch auftreten. Eine Bettflasche oder ein Wärmesäckli für den Bauch kann unterstützend helfen.

Hautausschlag

Wie sieht der Ausschlag aus und juckt er? Das sind Fragen, die du mit deinem Arzt besprechen solltest, bevor du Medikamente zu dir nimmst und Salben aufträgst. Was aber generell bei Ausschlägen lindernd wirkt, ist eine kalte Dusche, rückfettende Produkte und PH-neutrale Duschmittel.

Sollte dir bei einer Omikron-Erkrankung etwas in deiner Hausapotheke fehlen, bieten die meisten Apotheken einen Hauslieferdienst an und bringen dir die gewünschten Arzneimittel nach telefonischer Beratung auch nach Hause.

(sib)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 22. Januar 2022 18:19
aktualisiert: 22. Januar 2022 18:19
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