Nach Cyber-Attacke

Pallas Kliniken arbeiten wieder im Normalbetrieb

23. August 2021, 16:14 Uhr
Am vergangenen Donnerstag wurden die Pallas Kliniken Ziel eines schweren Cyber-Angriffs. Nun funktionieren die IT-Systeme der Pallas Kliniken aber wieder.
Die Patientenversorgung war trotz Cyber-Angriff stets gewährleistet.
© KEYSTONE/Steffen Schmidt
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«Der Schock war gross, als wir am Donnerstagmorgen in die Kliniken und ins Verwaltungsgebäude kamen und realisierten, was über Nacht passiert war», sagt Georgos Pallas, CEO der Pallas Kliniken, in einer Medienmitteilung. Wie jeden Morgen versuchten die Mitarbeitenden die Computer zu starten, doch diesmal vergebens. Nach dem ersten Schreckmoment formierten sich die Teams und die einzelnen Rädchen begannen sofort ineinander zu greifen. Nachdem das Problem rasch eruiert werden konnte, arbeiteten die internen und externe Sicherheitsexperten gemeinsam mit Hochdruck an der Wiederherstellung der betroffenen Systeme.

Strafanzeige eingereicht

Die Pallas Kliniken wurden von einer sehr aggressiven Ransomware einer unbekannten Gruppe angegriffen. Diese war in der Lage, die Sicherheitssysteme und Virenscanner zu deaktivieren. Der Schaden war entsprechend gross. Es war deshalb ein langwieriger Prozess, alle Systeme wiederherzustellen, wie die Klinkgruppe mit Sitz in Olten schreibt.

Zugleich wurden die zuständigen Bundesstellen und die Polizei informiert. In diesem Zuge wurde auch Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft ermitteln dazu.

Patientenversorgung war stets gewährleistet

Der CEO zeigt sich beeindruckt vom Vorfall: «Einerseits haben wir eindrücklich erlebt, wie abhängig wir von Computern geworden sind. Anderseits kann der Mensch durchaus auch ohne Computer arbeiten, wenn es sein muss, das beruhigt doch auch irgendwie.»

Zudem weisen die Pallas Kliniken in ihrer Mitteilung ausdrücklich darauf hin, die Patientenversorgung abgesehen von geringen – medizinisch gesehen unwesentlichen – Einschränkungen in den Kliniken und Praxen jederzeit funktionierte und nie irgendwelches Risiko für die Patientinnen und Patienten bestand. Inzwischen funktionieren sämtliche IT-Systeme wieder einwandfrei und die Daten konnten ohne Verluste wiederhergestellt werden.

(red.)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 23. August 2021 16:14
aktualisiert: 23. August 2021 16:14