Fricktal

Raiffeisen in der Defensive: Immer mehr Bankomaten ausser Betrieb

Cyrill Felder, 20. Dezember 2022, 09:20 Uhr
In den vergangenen Monaten kam es schweizweit zu folgenschweren Anschlägen auf Geldautomaten. Aufgrund dieser ausserordentlichen Bedrohungslage nimmt die Raiffeisenbank Regio Frick-Mettauertal mehrere Automaten temporär ausser Betrieb.
Mitte November wurde der Raiffeisen-Bankomat in Wynau gesprengt.
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Die Anschläge auf Bankomaten scheinen keinen Halt zu nehmen. Seit Monaten fallen Automaten diverser Banken folgenschweren Sprengattacken zum Opfer. Mehrfach waren Bankomaten der Raiffeisenbank betroffen. Zuletzt sorgte eine Sprengung in Wynau für Schlagzeilen. Infolgedessen reagiert die Bank nun und nimmt gezielte Automaten ausser Betrieb.

Verdächtige Personen in Sisseln

Bankomaten in Etzgen, Sisseln und Wölflinswil wurden deshalb temporär aus dem Verkehr gezogen. In Sisseln wurden offenbar bereits verdächtige Personen gesichtet. Wie die Raiffeisenbank Regio Frick-Mettauertal auf Anfrage berichtet, hat sie Meldungen erhalten, dass dubiose Personen den dortigen Bankomaten beobachtet und fotografiert hätten. Der Standort könnte sich aufgrund der grenznahen Lage besonders für Attacken anbieten. Auch die Aussenbankomaten direkt bei den Geschäftsstellen in Gipf-Oberfrick und Herznach sind zurzeit geschlossen. Wie lange die Automaten ausser Betrieb bleiben, bleibt vorerst offen.

Ständiger Kontakt mit Behörden und Spezialisten

Die Raiffeisen sei mit den betroffenen Gemeinden, Spezialisten und der Kantonspolizei Aargau in laufenden Abklärungen, heisst es auf Anfrage. Die Kantonspolizei Aargau habe die Bank auf besondere Bedrohungslagen bei einzelnen Standorten von Bankomaten aufmerksam gemacht.

Besonders gefährdet seien Standorte, welche mit dem Auto gut erreichbar oder schlecht einsehbar seien. «Die Sorge der Bank gilt in erster Linie direkten Anwohnern und Passanten im Umfeld der Bankomaten», so die Raiffeisenbank Regio Frick-Mettauertal.

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 20. Dezember 2022 07:20
aktualisiert: 20. Dezember 2022 09:20