Nach heftiger Kritik

Rampen der Astra Bridge werden nun doch überarbeitet

Vroni Fehlmann, 19. Mai 2022, 12:46 Uhr
Seit Anfang April steht auf der A1 bei Luterbach die Astra Bridge. Sie soll ermöglichen, dass Bauarbeiten durchgeführt werden können und der Verkehr gleichzeitig trotzdem über die Autobahn fliessen kann. Doch kurz nach Projektstart gab es bereits heftige Kritik. Das Bundesamt für Strassen (Astra) ist dennoch zufrieden, will aber auch noch nachbessern.
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Quelle: TeleM1

Die Idee klingt gut: Um den Verkehr auf der stark befahrenen A1 nicht zu sehr zu behindern, soll er während Bauarbeiten über eine mobile Brücke geführt werden. Darunter kann dann sicher gearbeitet werden. Das Pilotprojekt läuft seit dem 10. April beim Abschnitt Recherswil-Luterbach. Dort wird auf der Normalspur Richtung Bern der Deckbelag ersetzt. Schon kurz nach dem Aufbau gab es jedoch heftige Kritik, insbesondere von Lastwagenchauffeuren. Die Rampe, die zur Brücke hoch führt, sei zu steil. Die Folge: Die LKW mussten abbremsen, der Verkehr staute sich trotzdem.

Für Lastwagenverkehr noch unbefriedigend

Nach wenigen Tagen ergriff der Bund Sofortmassnahmen und senkte das Tempolimit im Brückenbereich von 60 auf 40 km/h. Doch die Situation ist nach wie vor nicht wirklich befriedigend. «Der Verkehrsfluss hat sich mit der Zeit verbessert, aber er hat sich noch nicht auf dem gewünschten Niveau eingependelt», schreibt das Astra nun in einer Zwischenbilanz. «Insbesondere hat sich gezeigt, dass die Neigung der Auf- und Abfahrtsrampen für den Lastwagenverkehr noch nicht befriedigend gelöst ist. Dies bremst den Verkehr zu stark ab und es kommt insbesondere im Berufsverkehr am Morgen zu Rückstaus.» Dies, obwohl die Temporeduktion den Verkehr «leicht verflüssigt» habe.

Tests mit LKW geplant

Dennoch ist das Astra vom Projekt überzeugt. Die Montage der Brücke sei wie geplant abgelaufen, auch die Verschiebungen der Brücke funktioniere immer besser, das beauftragte Team konnte den Ablauf bereits optimieren. Die Bauarbeiten unter der Brücke liefen ebenfalls wie geplant. Deshalb soll nun auch die Brücke noch optimiert werden. «Da die Astra Bridge eine Investition in die Zukunft ist, hat das Bundesamt für Strassen entschieden, Verbesserungen an den Rampen vorzunehmen», heisst es in der Mitteilung. Dies allerdings erst im Herbst, wenn die laufenden Arbeiten abgeschlossen sind. Sie dauern bis Mitte August. Nach der Demontage sollen die Rampen angepasst und «vertiefte Fahrtests insbesondere mit Lastwagen mit verschiedenen Ladungen» durchgeführt werden.

Sollten diese Tests positiv ausfallen, soll die Astra Bridge im Frühling 2023 auf der Überholspur der A1 in Fahrtrichtung Zürich zum Einsatz kommen.

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 19. Mai 2022 12:46
aktualisiert: 19. Mai 2022 12:46
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