Nasser Sommer

Schlechte Ernte: Mehr ausländische Kartoffeln in der Zweifel-Tüte

22. März 2022, 16:59 Uhr
Für Schweizer Chips braucht es Schweizer Kartoffeln. So sind im Schnitt 95 Prozent der Kartoffel-Chips aus der Tüte des Schweizer Chips-Herstellers Zweifel aus Schweizer Boden. Nicht so aber im Jahr 2021.
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Quelle: ArgoviaToday / Severin Mayer

Nicht jede Kartoffel-Sorte ist für die Chips-Herstellung geeignet, sagt Produktionsleiter Pietro Realini: «Wir haben gewisse Anforderungen an den Stärkegehalt. Sie müssen wenig Zucker enthalten, damit die Chips nicht braun werden und noch weitere Bedingungen, die erfüllt sein müssen, dass wir wirklich gute Chips herstellen können.»

Mehr ausländische Kartoffeln

Zweifel bezieht von rund 250 Schweizer Bauern seine Kartoffeln. So sind rund 95 Prozent der Kartoffeln aus der Schweiz. Nicht so aber im 2021: «Wir hatten einen nassen, kalten, sehr üblen Sommer. Und die Kartoffel ist ein bisschen so wie ich, die mag die Sonne und Trockenheit. Deshalb hatten wir eine sehr durchzogene Ernte», so Geschäftsleiter Christoph Zweifel. Darum sind im vergangenen Jahr rund 30 Prozent ausländische Kartoffeln in der Gewürztrommel gelandet.

Das Portemonnaie leidet

Die Chips aus Portugal oder Italien machen die Produktion aber nicht günstiger. «Die Kartoffelernte war in ganz Europa sehr schlecht. Sie können sich vorstellen, es geht klassisch nach Angebot und Nachfrage. Da es zu wenige qualitativ gute Kartoffeln gab, sind diese, die wir nun beziehen mussten, bedeutend teurer als jene, die wir in der Schweiz produzieren könnten.»

Für das Jahr 2022 kann man noch keine genauen Prognosen machen. Das Ziel von Zweifel ist es aber, wieder an die 100 Prozent Schweizer Kartoffeln in den Chipssack zu bringen.

(red.)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 22. März 2022 17:19
aktualisiert: 22. März 2022 17:19
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