Sexueller Missbrauch

Solothurner Staatsanwaltschaft stellt Verfahren gegen Vater ein

19. Mai 2022, 11:24 Uhr
Die Solothurner Staatsanwaltschaft hat das Strafverfahren gegen einen Vater, der sein Kind mehrfach sexuell missbraucht haben soll, eingestellt. Ein anfänglicher Tatverdacht habe sich in keiner Weise erhärtet, teilte sie am Donnerstag mit.
Die Mutter hatte auch Anzeige gegen zwei Mitarbeiterinnen der Sozialregion wegen Amtsmissbrauchs und Begünstigung erstattet. (Symbolbild)
© Keystone/PETER SCHNEIDER

Auch hätten die Ermittlungen wegen angeblichen rituellen Vergewaltigungen und Tötungen keine Hinweise auf ein strafrechtlich relevantes Verhalten gegeben.

Der «Fall Nathalie» hatte vor rund zwei Jahren für Schlagzeilen gesorgt. Mehrere Medien berichteten damals, dass das Kind aus Dornach SO gemäss eigenen Aussagen von seinem Vater rituell sexuell missbraucht worden sei und die Behörden nicht ausreichend gehandelt hätten. Die Mutter des Kindes hatte ihren Ex-Mann im Dezember 2019 bei der Solothurner Kantonspolizei angezeigt.

Die Mutter hatte auch Anzeige gegen zwei Mitarbeiterinnen der Sozialregion wegen Amtsmissbrauchs und Begünstigung erstattet. Die Solothurner Staatsanwaltschaft kommt zum Schluss, dass die Tatbestände «eindeutig nicht erfüllt» seien.

Quelle: sda
veröffentlicht: 19. Mai 2022 11:24
aktualisiert: 19. Mai 2022 11:24
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