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Zofingen

Mann erschlich fast eine halbe Million Franken von der Versicherung

5. November 2021, 21:56 Uhr
Das Aargauer Gericht muss sich einmal mehr mit einem grossen Versicherungsbetrugsfall befassen: Ein Mann soll trotz Arbeitsunfähigkeit gearbeitet und gleichzeitig Versicherungsleistungen kassiert haben. Insgesamt handelt es sich um knapp eine halbe Million Franken.
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Quelle: TeleM1

Es sind happige Vorwürfe gegen den 62-jährigen Kosovaren: Vor dem Bezirksgericht Zofingen muss er sich wegen mehrfachen Pfändungsbetrugs, unrechtmässigem Bezug von Sozialhilfe und gewerbsmässigem Sozialversicherungsbetrug verantworten. So soll sich der Mann über 400'000 Franken erschlichen haben.

Angefangen hat alles 2007. Bei dem Mann wird eine Form von Schizophrenie diagnostiziert – in diesem Zustand darf er nicht arbeiten. Deshalb erhält er IV-Gelder. Gemäss medizinischem Gutachten wirken seine Medikamente gut. So gut, dass er ab 2010 wieder hätte arbeiten dürfen.

Den Ärzten spielt er aber Symptome vor, damit er die Gelder weiterhin erhält. Der Rechtsanwalt des Kosovaren sagt dazu gegenüber «Tele M1»: «Die Vorwürfe sind schwer, aber mein Mandant ist krank. Es geht jetzt darum, abzuklären, ob er arbeitsfähig gewesen wäre und ob er schuldfähig ist.»

Denn: Ab 2016 wird der Kosovare von Sozialhilfedetektiven überwacht. Zu dieser Zeit bezieht er Geld von der IV. Die Detektive entdecken ihn aber fast jeden Tag bei der Arbeit auf einer Baustelle. Im aktuellen medizinischen Gutachten steht, dass er zu diesem Zeitpunkt arbeitsfähig war. Wie das Urteil der Richter ausfällt, siehst du im Video. 

(red.)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 5. November 2021 22:09
aktualisiert: 5. November 2021 21:56