Abstimmung am 15. Mai

Aargauer Steuervorlage: Das Wichtigste in Kürze

6. Mai 2022, 10:58 Uhr
Die Gegnerinnen und Gegner sprechen von einem «Steuer-Bschiss», die Befürworterinnen und Befürworter sehen «Vorteile für alle».
Mehr Geld im Portemonnaie: Die Steuerabzüge für die Krankenkassenprämien werden erhöht. (Symbolbild)
© KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Worum geht es?

Unternehmen, die mehr als 250'000 Franken Gewinn erzielen, sollen weniger Steuern bezahlen. Konkret soll der Steuersatz für diese Unternehmen von 18.6 Prozent auf 15.1 Prozent gesenkt werden. Die Senkung würde gestaffelt in drei Etappen umgesetzt. Total gibt es im Kanton Aargau rund 25'000 Unternehmen. 1300 davon würden vom neuen Steuergesetz profitieren.

Zusätzlich gibt es bei einem «Ja» auch Steuererleichterungen für Privatpersonen. Alle Aargauerinnen und Aargauer könnten höhere Abzüge für Krankenkassenversicherung und die Sparkapitalzinsen machen. Die Steuerausfälle würden laut Regierungsrat bis zu 220 Millionen Franken pro Jahr betragen.

Was sind die Argumente der Befürworter?

Mit der Steuersenkung für Unternehmen bleibt der Aargau laut den Befürworterinnen und Befürwortern attraktiv. Ausserdem würden auch Privatpersonen profitieren, es sei also eine ausgewogene Steuerrevision, ein «Vorteil für alle».

Was sind die Argumente der Gegner?

Die Mindereinnahmen für Kanton und Gemeinden würden laut den Gegnerinnen und Gegner der Revision des Steuergesetzes Spuren hinterlassen. Dadurch müssten Leistungen abgebaut oder die Gemeindesteuern erhöht werden. Ausserdem profitieren laut den Gegnerinnen und Gegnern der Vorlage vor allem die Unternehmen, die höheren Abzüge für Privatpersonen seien lediglich ein «Zückerchen». Es handle sich um einen «Steuer-Bschiss».

Parolenspiegel

Ja: SVP, FDP, Mitte und GLP

Nein: SP, Grüne und EVP

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 6. Mai 2022 15:18
aktualisiert: 6. Mai 2022 15:18
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