Wegen Hooligans

Amherd will Ausweispflicht fürs Stadion

31. Oktober 2021, 08:06 Uhr
In die Debatte um die richtigen Rezepte gegen Hooligans schaltet sich Sportministerin Viola Amherd ein. Die Mitte-Bundesrätin hat kurz vor den jüngsten Randalen in Zürich Verantwortliche von Kantonen und Fussballverband zu einer Aussprache geladen.
Jüngst kam es in Zürich bei einem Fussballspiel erneut zu Randalen.
© KEYSTONE/Ennio Leanza

Dabei machte Amherd klar, dass sie sich ein rigoroses Vorgehen wünscht. Und sie forderte die Klubs zu einem Schritt auf, den diese seit langem scheuen: Sie will, dass die Zuschauer nur noch mit personalisierten Tickets ins Stadion kommen, schreibt die «NZZ am Sonntag».

So könnten Stadionverbote systematischer als bisher kontrolliert und durchgesetzt werden. Die Identifikation von Chaoten im Stadion würde einfacher und schliesslich hofft man auf eine abschreckende Wirkung: Gewisse Randalierer, so das Kalkül, würden gar nicht mehr kommen, wenn sie sich am Stadioneingang ausweisen müssten.

Wie wenig Freude indes die Klubs an der Idee haben, machte diese Woche der Präsident des FC Zürich, Ancillo Canepa, deutlich. Er finde es falsch, alle Fans damit zu behelligen, nur weil sich einige nicht an die Regeln hielten, sagte er der «NZZ». Und er wandte ein, personalisierte Tickets wären zur Identifikation von Tätern in einer Fankurve mit 5000 Stehplätzen gänzlich wirkungslos.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 31. Oktober 2021 07:07
aktualisiert: 31. Oktober 2021 08:06
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