Ende einer Ära

Auch Sunrise dreht 2G den Hahn ab

15. August 2022, 10:32 Uhr
Der Verbrauch von Datenvolumen steigt stetig und damit erhöhen sich auch die Anforderungen an Geräte und Mobilfunkanbieter. Weil ältere Generationen den Verbrauch nicht mehr decken, werden sie nach und nach abgeschaltet. Bei älteren Lift- und Notrufanlagen könnte das zum Problem werden.

Dreissig Jahre lang haben wir das 2G-Netz genutzt. Nach Swisscom und Salt stellt auch Sunrise das Angebot ein. Aber was ist 2G überhaupt? Die Technologie der zweiten Mobilfunkgeneration wurde 1993 landesweit eingeführt und ermöglichte das Telefonieren unterwegs und das versenden von SMS – hat also noch wenig mit dem heute genutzten Netz zu tun.

Sowie wir mittlerweile das Internet nutzen, also quasi ständig online sind und mit unseren Smartphones auf Socialmedia surfen und uns per Whatsapp austauschen, sind hohe Geschwindigkeiten bei der Übermittlung gefragt. 2G kann dies nicht mehr gewährleisten.

Datenvolumen verdoppelt sich jährlich

Wie der «Tagesanzeiger» schreibt, verdoppelt sich zum Beispiel allein bei der Swisscom der Verbrauch von Datenvolumen jährlich.

Während Nutzende von Smartphones durch das Abschalten von 2G wohl kaum tangiert werden, sieht das bei zum Beispiel Liftherstellern anders aus. Ältere Alarmanlagen in Häusern und auch in die Jahre geratene Notrufsysteme müssen jetzt aufgerüstet werden.

Ab 2025 auch kein 3G mehr

Auch der dritten Generation vom Mobilfunk wird bald der Stecker gezogen. Das 3G-Netz gibt es zwar noch keine 20 Jahre, nämlich erst seit 2004, ist aber trotzdem schon veraltet und wurde breit mit 4G oder auch 5G ersetzt. Während 2G schon per Anfang 2023 in der gesamten Schweiz abgeschaltet wird, hat das 3G-Netz noch eine Galgenfrist bis Ende 2025 bei Swisscom, Ende 2026 bei Sunrise. Bei Salt habe man noch keine konkreten Pläne, schreibt der «Tagesanzeiger» weiter.

Was muss ich jetzt tun?

Als Hausbesitzerin- oder Besitzer muss man sich selber um die Umrüstung von Alarmanlagen und weiterer Haustechnik kümmern. Ausserdem muss man selber für die Umstellung aufkommen. Ebenfalls betroffen sind Navigationssysteme in Autos, wenn diese noch 2G unterstützen.

Vergleicht man die Übertragung von Megabits pro Sekunde wird einem fast schwindlig. Während mit 2G noch 0,0096 Megabit pro Sekunde übertragen werden, schafft es 4G auf ganze 1000 Megabit. Mit 3G waren es immerhin bereits 0,384, aber 5G schafft 10'000 Megabit pro Sekunde.

(roa)

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 15. August 2022 10:32
aktualisiert: 15. August 2022 10:32
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